Nur vier Aktien im Dow-Jones-Index verbuchen Kursgewinne
Apple und AMD verlieren nach schlechten Geschäftsprognosen

Eine Reihe führender US-Technologiekonzerne verunsicherte gestern mit schlechten Nachrichten die Anleger. Computerhersteller Apple und der zweitgrößte Chipproduzent Advanced Micro Devices (AMD) gehörten zu den schwächsten Werten. In ihrem Sog sackten die Märkte im Verlauf des Nachmittags ab.

hal NEW YORK. Die Indizes an den amerikanischen Aktienbörsen schlossen wieder deutlich im Minus, nachdem sie zwischenzeitliche Verluste aufgeholt hatten. Der Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten Industriewerte lag kurzfristig sogar im Plus. Am Nachmittag stiegen die Verluste aber wieder. Die Nachricht des zweiten Selbstmordattentats in Jerusalem binnen zwei Tagen hatte Angst um weitere Spannungen im Mittleren Osten genährt.

Bei der Schlussglocke stand der Dow-Jones-Index im Minus mit 1,4 %. Der 500 Werte umfassende Standard & Poor?s-500-Index gab bis zum Ende des Handels 1,5 % ab. Mit einem Minus von 3 % verlor die technologielastige Nasdaq am stärksten.

Apple und AMD brachen ein

Ursache für die Kursverluste waren außerdem die schlechten Nachrichten einiger führender US-Technologiekonzerne. Sie haben angesichts der anhaltenden Nachfrageschwäche trübe Geschäftsausblicke gegeben. So hatten bereits am Dienstag nach Börsenschluss der Computerhersteller Apple und der weltweit zweitgrößte Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) ihre Geschäftsprognosen für das laufende Quartal gesenkt. Apple-Aktien brachen auf Grund der schlechten Meldung um fast 15 % ein, AMD-Papiere verloren 15,2 %. Damit gehörten die beiden zu den elf Werten im S & P-500-Index, die mindestens 10 % verloren.

Auch bei Intel, dem weltgrößten Chipproduzenten und Hauptkonkurrent von AMD, gab der Aktienkurs nach. Intel hatte Sonderbelastungen aus der Einstellung von Internet-Dienstleistungen angekündigt. Die Aktien verloren 8,9 %.

Unerfreuliches mussten die Anleger auch vom Glasfasernetz-Ausrüster Ciena hinnehmen. Der hält selbst nach der geplanten Übernahme des Konkurrenten ONI System seinen deutlich geschrumpften Quartalsumsatz für möglich. Die Anteilseigner reagierten mit Verkäufen, der Kurs sank um 10,5 %.

Oracle erst im Plus, dann im Minus

Hoffnungsschimmer hatte zunächst Oracle verbreitet. Der zweitgrößte Softwareproduzent hatte angekündigt, dass er sowohl seine Gewinnschätzung als auch seine Verkaufsprognosen im vierten Quartal übertroffen hatte. Der Kurs stieg zunächst, sackte am Nachmittag aber auch um 4,5 % ins Minus.

Nur vier Werte des Dow-Jones-Index konnten zulegen: Konsumgüterhersteller Procter & Gamble (+0,6 %), die Baumarkt-Kette Home Depot (+0,5 %), der Fastfood-Riese Mc Donald?s (+0,2 %) und das Pharmaunternehmen Johnson & Johnson (+0,1 %) . Die Verliererliste führte neben Intel SBC Communication (-5,7 %) und Hewlett-Packard (-5,5 %) an.

Die langanhaltende Schwäche der amerikanischen Aktienmärkte belegte Merrill Lynch in einer Studie: Fondsmanager aus aller Welt haben derzeit so wenig Geld in US-Aktien investiert wie zuletzt im Februar 2000. Ursache dafür ist nach Erkenntnissen von Merrill Lynch die Sorge um ein schwächeres Wirtschaftswachstum.

Quelle: Handelsblatt

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