Nur vier deutsche Boxer fahren nach Athen
Der kleinste Boxer trägt die größte Last

Obwohl das deutsche Aufgebot so klein ist wie noch nie seit 1992, werden den heimischen Boxern einige Chancen eingeräumt. Vorher jedoch gilt es, die starken Vertreter aus Kuba und Russland zu schlagen.

HB DÜSSELDORF. Mit Federgewichts-Europameister Vitali Tajbert (Velbert) trägt der Kleinste der deutschen Box-Delegation die größte Last. Er ist die deutsche Box-Hoffnung und soll für möglichst viel Furore in Athen sorgen. "Vitali hat das Zeug zum Olympiasieger. Aber da muss alles zusammen passen", meinte Chef-Bundestrainer Helmut Ranze.

Doch schon in der Vorbereitung ging nicht alles glatt. Der 22-Jährige musste wegen einer Fußverletzung einige Wochen kürzer treten. "Ich will auch in Athen ganz oben stehen", kündigte Vize-Weltmeister Tajbert ungeachtet des Rückschlags an. Sollte ihm das gelingen, wird er eine Profi-Karriere im Hamburger Universum Stall beginnen.

Auf eine Medaille hoffen auch die drei anderen Boxer des deutschen Mini-Aufgebots, das so klein ist wie noch nie seit 1992 in Barcelona, als es das erste Mal ein limitiertes Teilnehmerfeld gab. "Die Weltspitze ist enorm zusammengerückt. Das macht die Aufgabe nicht leichter", weiß Ranze. Deutschlands Olympia-Boxer brauchen auch etwas Losglück, um das schwächste Abschneiden in ihrer Geschichte mit nur einer Bronzemedaille vor vier Jahren in Sydney vergessen zu machen.

Im Kampf um die Podiumsplätze werden den übermächtigen Kubanern, die mit drei Weltmeistern nach Athen kommen, und den Russen, die neun der elf Europameister stellen, die größten Chancen eingeräumt. Daneben gibt es vor allem in den osteuropäischen Ländern und den USA einige Einzelkönner, die für Siege im erstmals auf elf Gewichtsklassen reduzierten Turnier in Frage kommen.

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