Nur wenig Unterstützung für Mayer-Vorfelder: Bundesliga-Manager gegen "Salary Cap"-Vorschlag

Nur wenig Unterstützung für Mayer-Vorfelder
Bundesliga-Manager gegen "Salary Cap"-Vorschlag

Mehrere Manager der Fußball-Bundesligisten sind gegen die Einführung eines "Salary Caps". Gerhard Mayer-Vorfelder, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), plädiert seit längerem für ein solches Modell, nach dem finanzielle Obergrenzen für das Investitionsvolumen der Vereine und die Spielergehälter festgelegt werden sollen.

dpa STUTTGART. "Ich glaube nicht, dass ein Salary Cap möglich ist", sagte Uli Hoeneß vom FC Bayern München in einer Umfrage der "Stuttgarter Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe) unter acht Erstliga- Managern: "Wenn, dann müssen aber andere Klubs im Ausland ihre Praxis überdenken, die nicht wie wir 55 Mill. DM Gewinn machen."

Hoeneß erklärte zudem, dass Mayer-Vorfelder nicht mehr für den Ligafußball zuständig sei: "Das ist gar nicht böse gemeint." Die Liga, die in der "G14" zusammen geschlossenen europäischen Top- Vereine oder die UEFA müsse sich darum kümmern. Michael Meier (Borussia Dortmund), Wolfgang Holzhäuser (Bayer Leverkusen), Dieter Hoeneß (Hertha BSC), Rolf Rüssmann (VfB Stuttgart) und Peter Pander (VfL Wolfsburg) argumentierten ähnlich. Pander meinte sogar: "Ein Mayer-Vorfelder ist nicht der richtige Mann, um so etwas zu fordern. Als Präsident des VfB Stuttgart hat er bis vor eineinhalb Jahren Gehälter bezahlt, die für uns völlig undenkbar waren." Davon abgesehen würde eine allgemeine Reglementierung nicht funktionieren.

Meier erklärte, ein Salary Cap sei so nicht einzuführen: "Schließlich hängt das von der Finanzkraft der Klubs ab. Die Ausgaben müssten sich an den Einnahmen orientieren." Rüssmann und Holzhäuser verwiesen auf die Explosion der Spielergehälter. Der VfB - Sportdirektor bezeichnete deren Entwicklung sogar als "ruinös". Das vom DFB-Präsidenten vorgeschlagene Modell würde an den grundlegenden Problemen nichts ändern. Für Dieter Hoeneß wurde bei den Einkommen der Profis "inzwischen sicher ein grenzwertiger Bereich erreicht". Der Hertha-Manager sprach sich für ein einheitliches Lizenzierungsverfahren für ganz Europa aus.

Klaus Allofs von Werder Bremen zeigte Verständnis für Mayer- Vorfelders Vorschlag, zweifelt allerdings an dessen Realisierbarkeit. Der frühere Nationalspieler hält einen Salary Cap zwar "für sinnvoll - doch nur, wenn alle Vereine diesen Bestimmungen folgen würden". Aber diese Annahme sei naiv.

Dieter Hoeneß riet Marco Bode, einen Teil seines Geldes zu spenden. Der Nationalspieler von Werder Bremen hatte mit seiner Aussage über zu hohe Profi-Gehälter die Debatte mit ausgelöst.

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