Nur wenige Aktien im Plus
US-Standardwerte von Nasdaq-Schwäche angesteckt

In New York haben die Aktienkurse der Standardwerte den Mittwoch mit schwächeren Kursen beendet. Der Abwärtstrend an der Technologiebörse Nasdaq sei an den Titeln der "Old Economy" nicht spurlos vorüber gegangen, sagten Marktbeobachter.

rtr/dpa-afx NEW YORK. Nur einige wenige Aktien hätten sich durch positive Unternehmensnachrichten im Plus behaupten können. Der Leitindex Dow Jones fiel um 1,51 % auf 10 872 Punkte zu. Der marktbreitere S&P 500 Index sank um 1,57 % auf 1 248 Punkte.

Die Anleger reagierten auf die geplatzten Fusionsgespräche zwischen dem amerikanischen Telekomausrüster Lucent Technologies und der französischen Alcatel-Gruppe. Außerdem wirkte sich Gewinnwarnungen von Alcatel und des amerikanischen Computer- und Softwareunternehmen Sun Microsystems negativ auf die Stimmung aus. "Der Markt ist irritiert. Niemand weiß, wie viele Unternehmen Suns Beispiel folgen und Gewinnwarnungen heraus geben werden", sagte Händler Peter Coolidge vom Brokerhaus Brean Murray.



Der Telekommunikationsausrüster Alcatel teilte mit, der operative Gewinn 2001 aus den Telekomgeschäften werde wohl unter dem Niveau des Vorjahres bleiben. Die Fusionsgespräche mit dem US-Konkurrenten Lucent seien gescheitert, teilte Alcatel weiter mit. Die Alcatel-Aktie brach in New York um 8,83 Prozent auf 24,99 Dollar ein.



Morgan Stanley

hatte unter anderem die Telekomausrüster Nortel Networks und die JDS Uniphase Corp. auf "Neutral" von zuvor "Outperform" herabgestuft. Die Nachfrage sei gesunken, und es gebe keine Anzeichen für eine bevorstehende Erholung, hieß es zur Begründung. Die Titel verschlechterten sich um 8,69 Prozent auf 13,35 Dollar beziehungsweise um 11,63 Prozent auf 16,94 Dollar.



Die Blue Chips Hewlett-Packard und Intel büßten indes 4,57 Prozent auf 28,83 Dollar beziehungsweise 4,49 Prozent auf 26,6 Dollar ein. In etwa zwei Wochen sei mit den ersten Vorankündigungen der Unternehmen für die Geschäftsentwicklung im laufenden Quartal zu rechnen, sagten Händler. Die Furcht vor schlechten Nachrichten könne den Markt bereits vor der eigentlichen Bilanzsaison belasten.



An der Wall Street wechselten rund 1,1 Milliarden Aktien den Besitzer. Dabei überwogen die Verlierer die Gewinner im Verhältnis 19 zu zehn. Bei Umsätzen von insgesamt 1,9 Milliarden Papieren schlossen an der Nasdaq 2 764 Titel im Minus und 1 095 im Plus.



Der Rentenmarkt tendierte fester. Der Euro notierte mit 0,85690 Dollar gegenüber 0,85575 Dollar am Vortag. Ein Dollar kostete 2,2826 DM gegenüber 2,2870 DM am Dienstag.

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