Nur wenige Minister erhalten gute Noten
Imagewerte der Regierung im Keller

Nur noch 30 Prozent der Bundesbürger bescheinigen Rot-Grün gute Arbeit - gegenüber 54 Prozent vor einem Jahr. Selbst unter den SPD-Wählern hadern 40 Prozent mit der Regierung.

DÜSSELDORF. Die Familienpolitik ist - neben der Außenpolitik - der einzige Bereich, in dem die Bundesbürger mehrheitlich noch gute Noten an die rot-grüne Koalition verteilen. Auf allen anderen wichtigen innenpolitischen Feldern hagelt es Kritik: Ob Renten, Arbeitsmarkt, Ostförderung, Steuer- oder Bildungspolitik - die überwiegende Zahl der Deutschen ist mit den Leistungen der Regierung "sehr" oder "eher" unzufrieden Insgesamt bescheinigen Rot-Grün nur noch 30 Prozent der Bürger gute Arbeit. Dies hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid ergeben, die 1002 Bundesbürger und 500 Unternehmer exklusiv für die WirtschaftsWoche befragte.

Vor allem im Unternehmerlager sind die Imagewerte für die Regierung auf Talfahrt gegangen: Nur noch 24 Prozent der Firmenchefs glauben, dass die Politik der Koalition positive Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland hat. Vor einem Jahr, unter dem Eindruck der von der Wirtschaft überwiegend gelobten Steuerreform, waren immerhin 44 Prozent dieser Ansicht gewesen.

Schwacher Trost für den Kanzler: Von der Misere der Regierung kann die Opposition bisher nur wenig profitieren. Auch deren Imagewerte bei Bevölkerung und Wirtschaft sind nicht berauschend. Gerade mal 24 Prozent der Unternehmer und 32 Prozent der Bürger waren zuletzt mit der Arbeit der Opposition zufrieden. Für die Mehrzahl der Befragten hat Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber die Erwartungen bisher "nicht erfüllt", nur drei Prozent geben an, Stoiber habe ihre Erwartungen "übertroffen."

In der rot-grünen Ministerriege erhalten nur wenige Minister gute Noten. Dabei gibt es interessante Verschiebungen:Otto Schily hat in der Gunst des Wahlvolks zugelegt. 56 Prozent der Bürger attestieren Schily gute Arbeit. Bessere Imagewerte haben nur noch Außenminister Joschka Fischer und Kanzler Gerhard Schröder.

Quelle: WirtschaftsWoche

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