Nutzen brachte die Kooperation auch im Wissensaustausch
Mit „Perflex“ wurde das Personal flexibel

Mittelständler im Raum Stuttgart einigten sich darauf, Mitarbeiter auszutauschen, um Produktionsengpässe aufzufangen.

STUTTGART. Das Problem trat für Thomas Lacker nicht zum ersten mal auf - aber selten so geballt: 500 000 Euro Auftragsvolumen musste sein Unternehmen Introbest innerhalb eines Monats wegstecken. Normalerweise setzte die 20-köpfige Belegschaft 1,5 Millionen Euro in einem ganzen Jahr um. Für die Mitarbeiter des Herstellers elektronischer Bauteile bedeutete das: Überstunden im Exzess. Für Lacker: Starke Nerven zeigen und hoffen, dass alle Liefertermine eingehalten werden können.

Das war vor drei Jahren. Bald nach dem Riesenauftrag tat sich Lacker mit vier weiteren Unternehmen der Elektronikbranche in der Region Stuttgart zusammen: Bei Bedarf sollten Mitarbeiter in Produktion und Fertigung untereinander ausgetauscht werden. Dementsprechend wurde die Kooperation Perflex getauft.

Personal zu leihen oder zu verleihen, ist in mittelständischen Unternehmen noch nicht sehr verbreitet, denn die Materie ist schwierig. Das zeigt auch die Untersuchung des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung in München (ISF), das die Entwicklung des Stuttgarter Verbunds zwei Jahre lang begleitet und jetzt die wichtigsten Stolpersteine in einem Handbuch veröffentlicht hat.

Hauptziel von Kooperationen sind in der Regel Einsparungen. Außerdem wollen sich die Partner gegenüber den Großen der jeweiligen Branche besser behaupten. "Angesichts zahlreicher Elefantenhochzeiten zwischen Konzernen in den vergangenen Jahren fragen sich diese Unternehmen: ?Wo bleiben wir??", berichtet Unternehmensberater Martin Priebe aus seiner früheren Erfahrung als Kooperationsexperte bei der IHK Stuttgart. Mit Kooperationen könnten kleinere Unternehmen Projekte erfolgreich machen, die sie allein niemals gestemmt hätten.

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