Nutzfahrzeug-Kooperation
Daimler Chrysler will mit Hyundai neue Produkte entwickeln

Der Autokonzern Daimler Chrysler will in Asien weiter aufs Gaspedal drücken. Die Gründung der Daimler Hyundai Truck Corp sei der Start der Zusammenarbeit mit Hyundai Motor, sagte der Vorsitzende von Daimler Chrysler, Jürgen Schrempp.

rtr/dpa/vwd SEOUL. Das Joint Venture zwischen dem deutsch-amerikanischen Autohersteller Daimler Chrysler und der koreanischen Hyundai Motor ist Daimler zufolge Teil seiner langfristigen Unternehmensstrategie. Jürgen Schrempp sagte am Donnerstag im Forschungszentrum des größten südkoreanischen Autoherstellers in Namyang in der Nähe Seouls, die Daimler Hyundai Truck Corp könnte zu einer Zusammenarbeit in Europa führen. Der für Nutzfahrzeuge verantwortliche Daimler-Manager Eckhard Cordes sagte, die Zusammenarbeit bei Nutzfahrzeugmotoren sei ein erster Schritt, der mit dem Transfer von wichtigem technologischen Wissen einher gehen werde.

Daimler Chrysler und Hyundai hatten im Juni angekündigt, ein gemeinsames Unternehmen zur Herstellung von Nutzfahrzeugmotoren gründen zu wollen. An dem Joint Venture seien beide Konzerne jeweils zur Hälfte beteiligt. Die Partner würden 180 Mill. Dollar (etwa 400 Mill DM) in das gemeinsame Unternehmen investieren. Zudem sei die Zusammenarbeit bei zusätzlichen Projekten geplant. Ursprünglich hatten beide Konzerne auch eine gemeinsame Fahrzeugproduktion geplant. Nach Einschätzung von Analysten spielt für Daimler Chrysler aber inzwischen eine mögliche Nutzfahrzeug-Kooperation mit dem japanischen Autokonzern Mitsubishi eine größere Rolle.

Nach Hyundai-Angaben wird das Joint Venture mit einem Kapital von 100 Mrd. Won (rund 175 Mill. DM) ausgestattet. Das Gemeinschaftsunternehmen werde in der Lage sein, von 2004 an Daimler Chrysler-Dieselmotoren der Serie 900 mit einer jährlichen Produktionsrate von 50 000 Stück zu bauen. Hyundai teilte am Donnerstag mit, die Motoren würden im Autowerk Chunju gebaut. Die Kapazität dort könne verdoppelt werden.

Z-Car-Motorenwerk: Noch keine Standort-Entscheidung

Bezüglich des Standorts des künftigen Z-Car-Motorenwerks in Thüringen oder in Sachsen ist unterdessen offiziell noch nichts entschieden, erklärte ein Sprecher der Daimler Chrysler AG, Stuttgart, auf Anfrage. Daimler Chrysler baut zusammen mit Mitsubishi Motors Corp, Tokio, ein "smart-Nachfolgeauto", das intern "Z-Car" genannt wird. Montiert wird der Z-Car für den Europa-Markt bei Nedcar/Niederlande (früher: Ford/Volvo) und für den Asien-Markt bei Mitsubishi Motors in Japan. Ein neues Werk für den Z-Car-Motor, der mit neuester Mitsubishi-Motorentechnologie ausgestattet werden soll, soll entweder in Kodersdorf/Sachsen oder in Kölleda/Thüringen entstehen.

Insgesamt standen fünf Standorte für das Werk in Auswahl. Vor einem halben Jahr wurde ein Investitionsbetrag in dreistelliger Millionenhöhe für den Werksbau genannt. Der Z-Car von Daimler Chrysler und Mitsubishi soll ab 2004 auf den Markt kommen. Unkommentiert blieben indessen Berichte über eine schleppende Genehmigungspraxis der EU-Kommission in Brüssel über Subventionen für den Bau des neuen Motorenwerks. DaimlerChrysler sei aber kurzfristig auf grünes Licht für die Subventionen angewiesen, um den Zeitplan für den Z-Car einhalten zu können.

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