Ob Kabel, Satellit oder Hausantenne ...
Fernsehen total digital

Ob per Kabel, Satellit oder Hausantenne. Digitales Fernsehen ist im Kommen - und zwar auf allen Kanälen. Ab dem Jahr 2010 sollen die analogen Funkwellen komplett abgeschaltet werden. Dann kommt sowieso keiner mehr am Digitalfernsehen vorbei.

Wer an digitales Fernsehen denkt, hat sofort Leo Kirchs nur mäßig erfolgreiches Pay-TV Projekt "Premiere" im Kopf. Dass es bereits Tausende frei verfügbare digitale Fernsehsender, darunter auch ARD, ZDF, RTL und Sat1, gibt, daran denkt kaum jemand. Denn dazu müsste jeder Haushalt einen Receiver für digitale Kanäle besitzen.

Wer nach 2010 noch fernsehen will, wird daran nicht vorbeikommen: Die Bundesregierung hat im Sommer 1998 beschlossen, bis dahin sämtliche Übertragungswege vollständig auf das digitale Verfahren umzustellen. Dieses Zeitfenster - so das Wirtschaftsministerium - gebe Wirtschaft und Verbrauchern genügend Zeit, sich auf das Neue einzustellen und bei Neuanschaffungen schon vorher digitaltaugliche Geräte zu erwerben.

Die Regierung will damit die infrastrukturellen Grundlagen für neue, digitale Produkte und Dienste sowohl beim klassischen Rundfunk sowie im Bereich neuer multimedialer Dienste schaffen. Denn bei digitaler Übertragung werden Bilder und Töne in Bitströme umgewandelt, die komprimiert werden können. Über den gleichen Kanal können damit mehr Bilder und Töne transportiert werden als bislang.

Im Handel erhältlich sind im Moment vor allem Geräte, die den digitalen Empfang per Kabel und Satellit ermöglichen. Seit der letzten Funkausstellung in Berlin gibt es jedoch auch erste Receiver für den terrestrischen Empfang.

Bereits seit 1998 laufen in vielen Bundesländern erste Pilotprojekte, in denen der digitale Empfang über die Hausantenne getestet wird. Im Raum Berlin-Brandenburg ist der vollständige Umstieg bereits für Anfang 2003 geplant. Ab diesem Zeitpunkt werden Haushalte in Berlin-Brandenburg, die bisher analoge Programme über die Hausantenne empfangen, an einer Set-Top-Box nicht mehr vorbeikommen.

Mit ihrem Mediamaster 210 T ist Nokia einer der Hersteller, der mit einer Set Top Box an den Modellversuchen aktiv beteiligt ist. Die Finnen bauen nämlich nicht nur Handys, sondern gehören zu den Pionieren des digitalen Fernsehens. Nach eigenen Angaben sind Sie schon heute Marktführer im Bereich digitaler Empfang via Satellit.

"Für den terrestrischen Empfang rechnen wir in Deutschland mit circa 34 Millionen zusätzlichen Nutzern", erklärt Sven Martens, Deutschlandchef von Nokia Home Communications, auf der CeBIT. Über die Hausantenne könne man mit dem Mediamaster immerhin rund 30 digitale Programme empfangen.

Die Einstiegsmodelle der Mediamaster-Serie bieten dem Kunden gerade mal digitales Fernsehen - entweder per Satellit oder via Hausantenne - sowie ein paar Videospiele. Die Profi-Version ist jedoch als umfassendes "Media Terminal" geplant. Damit hat man Zugang zu allen digitalen Programmen, egal ob Sie über Kabel, Satellit oder die Hausantenne verbreitet werden. Außerdem bietet das Gerät mit seiner Festplatte die Funktion eines digitalen Videorecorders sowie einen Internetzugang.

Das "Media Terminal" basiert auf dem offenen Standard "Multimedia Home Platform" (MHP) für interaktives Fernsehen. Auf diese gemeinsame Basis konnten sich die Hersteller der Set Top Boxen bereits einigen. Ein Gerangel um die Einführung eines Standards - wie bei Videokassetten und DVDs - wird dadurch vermieden. Die Set-top-Box soll im Laufe des Jahres in Deutschland au

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