Obama führt klar
Hillary Clinton gibt nicht auf

Hillary Rodham Clinton läuft die Zeit davon: Die Senatorin liegt bei den Delegiertenstimmen, den bisher gewonnenen Staaten und der öffentlichen Unterstützung hinter ihrem Rivalen Barack Obama zurück. Praktisch kann Clinton ihn nicht mehr einholen, doch sie will weiter kämpfen.

HB WASHINGTON. Clinton führt gegenüber der demokratischen Parteispitze an, sie habe trotzdem die besseren Aussichten, den Kampf ums Weiße Haus gegen die Republikaner zu gewinnen. Es gibt jedoch bisher praktisch keine Hinweise darauf, dass die Parteielite diesem Argument folgt.

Obama hat auch sein bisher folgenschwerster Patzer nicht schaden können. In den Tagen, seit Obama Arbeiter aus Kleinstädten als frustriert bezeichnete, gewann er sechs der sogenannten Superdelegierten dazu.

Clinton überzeugte dagegen nur zwei dieser Delegierten, die auf dem Parteitag frei über ihren Favoriten für die Präsidentschaftskandidatur entscheiden können. „Ich glaube, dieser Kommentar (der Obamas) wurde bis zu einem gewissen Grad aus dem Zusammenhang gerissen und aufgebläht“, sagte einer der sechs Superdelegierten, Reggie Whitten aus Oklahoma, der in einem Dorf aufwuchs. „Aber ich glaube, die Menschen in den Kleinstädten haben viele Gründen, verbittert zu sein.“ Clinton muss sich derzeit voll auf die anstehende Vorwahl in Pennsylvania am Dienstag konzentrieren. Nur mit einem klaren Sieg kann sie ihre Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur wahren.

Sollte sie gewinnen, dann geht es am 6. Mai in Indiana wieder um alles. Ihre Berater deuteten bereits an, die Vorwahl in North Carolina am gleichen Tag werde Clinton wahrscheinlich verlieren. Obama liegt bei den Delegiertenstimmen mit 1 645 zu 1 507 vorn.

Bis zum 3. Juni stehen noch Vorwahlen in acht Staaten, in Guam und Puerto Rico aus – mit insgesamt 566 Delegierten. Wenn Obama 53 Prozent von ihnen gewinnt, das entspricht seinem Anteil an den bisherigen Vorwahlen, käme er auf mindestens 1 945 Stimmen. Er wäre damit nur 80 Stimmen von den benötigten 2 025 entfernt. Wenn er und Clinton die verbleibenden Delegiertenstimmen gleichmäßig unter sich aufteilen, würden ihm nur rund 100 Stimmen bis zur magischen Zahl fehlen. Für Clinton stehen die Aussichten schlechter: Sie muss 65 Prozent der ausstehenden Delegierten gewinnen, wenn sie auch nur mit Obama gleichziehen will. Einen solchen Wert erreichte sie in den bisherigen Vorwahlen nur einmal – in Arkansas, wo ihr Ehemann Bill mehr als zehn Jahre Gouverneur war.

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