Obama holt auch Hawaii
Clinton-Wähler laufen über

Noch ein Sieg für Barack Obama. Der Senator aus Illinois hat nach Wisconsin auch die Vorwahlen der US-Demokraten in seinem Geburtsstaat Hawaii mit spektakulärem Vorsprung gewonnen. Hillary Clinton kann eigentlich nur noch ein Wunder helfen. Doch Obama warnt seine Anhänger.

HB HONOLULU. Barack Obama hat die Vorwahlen der US-Demokraten in Hawaii gewonnen und damit den zehnten Wahlsieg infolge errungen. Zuvor hatte der Senator aus Illinois bereits die Abstimmung im Staat Wisconsin für sich entschieden.

Der 46-Jährige holte sich damit den zehnten Vorwahlsieg in Folge und verstärkte den psychologischen Druck auf seine Rivalin Hillary Clinton. Die New Yorker Senatorin ist im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei bei den nächsten Vorwahlen am 4. März dringend auf einen Sieg angewiesen, verlautete es aus ihrem Wahlkampfteam.

Doch das wird schwer. Obama stiehlt derzeit seiner innerparteilichen Rivalin buchstäblich die Schau. Bei einem Wahlkampfauftritt in Houston, Texas, begann er seine Rede, bevor Clinton ihre Ansprache in Ohio beendet hatte. Nahezu alle Fernsehsender brachen die Übertragung von Clintons Rede ab und schalteten zu Obama.

Zu den Vorwürfen Clintons, er habe keine Erfahrung, sondern nur schöne Worte zu bieten, sagte der Senator, er sei nicht naiv. „Der Wandel, den wir anstreben, ist noch Monate und Meilen entfernt“, sagte Obama. Seine Rede wurde mehrfach von Sprechchören „Yes we can“ (Ja, wir schaffen es) unterbrochen. Das Problem Amerikas bestehe nicht darin, dass es keine guten Ideen gebe, sondern darin, dass die guten Ideen in Washington keine Chance hätten. „Hoffnung ist nicht blinder Optimismus.“ Wahrer Wandel sei nur möglich, wenn neue Persönlichkeiten an die Regierung gelangten.

Seine Anhänger in Texas rief Obama auf, von der Möglichkeit der vorzeitigen Stimmabgabe vor der Vorwahl am 4. März Gebrauch zu machen. Er warnte seine Anhänger allerdings vor zu großer Euphorie. Es lägen noch „Monate und Meilen“ vor ihnen und es werde nicht einfach werden, sagte Obama.

Nach einer vorläufigen Zählung hat Obama nunmehr 1319 Delegiertenstimmen, verglichen mit 1245 für Clinton. Für die Wahl zum Präsidentschaftskandidaten sind mindestens 2025 Stimmen erforderlich.

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