Obduktion angeordnet
Gerichte bestätigen „dringenden Tatverdacht“

Im Kölner Polizei-Skandal um den Tod eines Randalierers drohen den beschuldigten Beamten Haftstrafen bis zu fünf Jahren. Sechs Polizeibeamte sollen den festgenommenen Mann nach Zeugenangaben auf der Wache Köln-Eigelstein krankenhausreif geschlagen haben.

dpa KÖLN. Der 31-Jährige starb am vergangenen Freitag nach zweiwöchigem Koma in einer Kölner Klinik. Zwei der beschuldigten Beamten wurden verhaftet, allerdings zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt. "Der dringende Tatverdacht wurde von den Gerichten bejaht", betonte Appenrodt. Dagegen hätten sie den Haftgrund der Verdunkelungsgefahr verneint. Gegen alle Beschuldigten werde weiterhin wegen Körperverletzung im Amt ermittelt, nicht wegen Totschlags. "Dafür wäre der Vorsatz, die Tötungsabsicht nötig", sagte Appenrodt.

Der mehr als zwei Zentner schwere Randalierer soll sich noch im Rettungswagen auf dem Weg von der Wache zur Klinik den Sanitätern heftig widersetzt haben. Auch gegen die Prozedur für eine Blutprobe in der Klinik soll er starken Widerstand geleistet haben und sei schließlich zusammengebrochen. Ein Herzstillstand in der Klinik habe bei dem 31-Jährigen zu einem tödlichen Hirnödem geführt, sagte Appenrodt unter Berufung auf die Gerichtsmedizin. Weitere Untersuchungen sollen nun Klarheit über die Ursache des Herzstillstandes bringen. Diese Untersuchungen könnten "auch länger dauern", sagte die Oberstaatsanwältin.

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