Oberhausen belohnt
Meister Dortmund von Freiburg bestraft

Meister Borussia Dortmund wurde für seine Überheblichkeit bestraft, Hansa Rostock fiel eine Last von den Schultern, und Arminia Bielefeld verhob sich an Favoritenschreck Rot- Weiß Oberhausen: Bis auf das Ausscheiden von Dortmund und Bundesliga- Rivale Bielefeld gaben sich die Favoriten allerdings keine Blöße und zogen ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein.

HB/dpa LEIPZIG. Umso schwerer wog das 0:3 der Borussen am Dienstag bei Absteiger SC Freiburg. "Diese Leistung war nicht zu akzeptieren, das lass ich so nicht stehen", kündigte BVB-Sportdirektor Michael Zorc vier Tage vor dem Meisterschafts- Kracher beim Tabellenersten Bayern München an.

In den vergangenen 13 Jahren kam der BVB nur einmal über das Achtelfinale hinaus. Trainer Matthias Sammer mochte sich selbst bei seiner Kritik nicht ausgrenzen. "Ich habe vielleicht zu wenig Druck aufgebaut, ich muss aus solchen Spielen lernen", meinte der 35- Jährige, der seine erste Garde schonte und dafür prompt die Quittung bekam. "Jetzt muss sich jeder am Riemen reißen, eine Reaktion zeigen auf diese Niederlage", fordert Kapitän Stefan Reuter.

Bereits vom finalen Coup träumt Hansa Rostocks Matchwinner Thomas Meggle. Im zweiten von vier Duellen zwischen einem Bundesligisten und einem Zweitliga-Team schoss Meggle die Hausherren gegen Eintracht Frankfurt mit seinem ersten Pflichtspieltor in die nächste Runde am 4./5. Dezember. "Ich möchte am Ende meiner Karriere nicht ohne einen Titel da stehen. Deshalb will ich den Pokal gewinnen, egal was es kostet", meinte der Mittelfeldakteur des finanziell angeschlagenen letzten DDR-Pokalgewinners, der zuletzt am 17. August einen Heimsieg gefeiert hatte.

"Jetzt wünsche ich mir Bayern München in der nächsten Runde", jubelte derweil Aleksandar Ristic, Trainer von Zweitligist Rot-Weiß Oberhausen, nach dem 1:0 gegen Arminina Bielfeld. Mit dem bosnischen Trainer hatten die "Kleeblätter" bereits in seiner ersten Amtszeit Glück und 1999 das Halbfinale erreicht. Im Vorjahr kam RWO als einziger Zweitligist in die Runde der besten Acht.

Friedhelm Funkel ist der Gegner egal. "Unser Ziel ist und bleibt das Endspiel in Berlin", betonte der Trainer des Zweitliga- Tabellenführers 1. FC Köln nach dem standesgemäßen 5:1 beim Regionalligisten TSG Hoffenheim. Der Abstecher ins nahe gelegene Olympiastadion hat sich dagegen für den 1. FC Union Berlin durch das 0:1 bei Regionalliga-Spitzenreiter SpVgg Unterhaching endgültig erledigt. Um die Misere beim Pokal-Finalisten von 2001 zu stoppen, übernahm der frühere Werder-Profi Mirko Votava das Traineramt für die seit sieben Spielen sieglosen Berliner.

Seinen Einstand beim MSV Duisburg hatte sich Coach Bernhard Dietz mit dem 0:2 beim Hamburger SV anders vorgestellt. Der nur wenig überzeugende HSV durfte sich derweil über den rund 30-minütigen Einsatz von Spielmacher Rodolfo Esteban Cardoso freuen. "Man sah sofort seine Erfahrung, seine Pässe und seine Ballbehandlung. Das war das, was dem HSV in der Vergangenheit gefehlt hat", sagte Interimspräsident Ronald Wulff.

Sieggarant beim 8:7 im Elfmeterschießen des Bundesliga-Dritten TSV 1860 München gegen den VfL Wolfsburg war Torwart Simon Jentzsch. Der Hüne hielt bereits die letzten sieben Strafstöße in der Bundesliga und schrieb seine Erfolgsgeschichte nach dem 2:2 nach 120 Spielminuten weiter: Mit dem ersten verwandelten Elfmeter seiner Karriere zum entscheidenden 8:7 sicherte er den "Löwen" das Weiterkommen. Dabei hatte Jentzsch unlängst noch gescherzt, niemals zu einem Strafstoß antreten zu wollen, "höchstens mal im Training, so zum Spaß".

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