Oberhauswahlen in Japan
Zwischenruf: Kein Verlass auf Koizumi

Die Aktienbörse reagierte heute völlig unbeeindruckt auf den Wahlsieg des japanischen Ministerpräsident Junichiro Koizumi: Der Nikkei-Index fiel auf den tiefsten Stand seit 16 Jahren. Obwohl Koizumi im In- und Ausland als überzeugter Wirtschaftsreformer gilt, erwarten die meisten Anleger von dem LDP-Führer nichts - oder zumindest nichts Gutes. Der Grund ist einfach: Koizumi hat die Regierungspartei nicht im Griff.

Daran ändert auch sein Wahltriumph nichts: In der LDP verfügen die reformfeindlichen Betonköpfe nach wie vor über eine Mehrheit. Die alten Parteiführer haben sich in den vergangenen Wochen nur zurückgehalten, um Koizumis Popularität auszuschlachten. Der Reformer wurde gebraucht, um Reformgegnern einen Sitz im Oberhaus zu verschaffen. Den schwierigsten Teil seiner Mission hat Koizumi noch vor sich: die eigene Partei auf Linie zu bringen.

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