Oberverwaltunsgericht Münster lehnt Antrag von Anwohner ab
Gericht: Castor-Behälter dürfen weiterhin ins Zwischenlager nach Ahaus

afp MÜNSTER. Castor-Behälter dürfen weiterhin in das westfälische Zwischenlager Ahaus gebracht werden. Das entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster in einem am Montag veröffentlichten Beschluss. Das Gericht lehnte damit den Antrag eines Anwohners des atomaren Zwischenlagers auf vorläufigen Rechtsschutz ab. Es bestünden keine ernstlichen Zweifel daran, dass die zur Zwischenlangerung zugelassenen Behälter auch bei Störfällen "einen sicheren Einschluss der radioaktiven Stoffe" gewährleisteten, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Auch die bereits in Ahaus lagernden Atommüll-Behälter müssten nicht entfernt werden, da eine Gefährdung der Nachbarschaft nicht zu befürchten sei.

Der Anwohner hatte gegen die im November 1997 vom Bundesamt für Strahlenschutz erteilte Genehmigung der Lagerung von Brennelementen in Castor-Behältern in Ahaus geklagt. Er wollte mit seinem Antrag nun die aufschiebende Wirkung seiner Klage wiederherstellen, um eine zunächst für Anfang März geplante neue Einlagerung von Atommüll zu verhindern. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hatte allerdings Ende Januar den Transport aus dem Atomkraftwerk Neckarwestheim in Baden-Württemberg mit einer Anweisung an die Stuttgarter Landesregierung vorläufig gestoppt. Nach Angaben des OVG steht der Termin für eine endgültige Entscheidung über die Klage des Anwohners noch nicht fest.

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