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Objekt der Begierde

Die britische Mobilfunkgesellschaft MMO2 scheint ganz schön begehrt zu sein in diesen Tagen: Angeblich will jetzt der japanische Mobilfunkkonzerns NTT Docomo den kleineren Konkurrenten übernehmen, glaubt man der Meldung einer britischen Zeitung.

Damit hat das Blatt eine neue Option für MMO2 ins Spiel gebracht. Denn bislang galten die Briten lediglich als passendes Übernahmeobjekt für die niederländische KPN. Branchenexperten sehen viele Vorteile in einer Fusion der deutschen Töchter beider Unternehmen.

Die letztere Variante bleibt weiterhin überzeugender als eine Übernahme durch die Japaner - und das nicht nur wegen des gestrigen Dementis aller Beteiligten. Doch auch das sinnvolle Szenario ist kurzfristig betrachtet wohl unrealistisch, denn KPN und MMO2 werden sich nicht über den Preis einig. In den nächsten 12 bis 18 Monaten sei eine Konsolidierung auf dem deutschen Markt unwahrscheinlich, sagte MMO2-Chef Peter Erskine daher auch am vergangenen Freitag. Denn die Bewertung des Unternehmens spiegele noch nicht die gute Entwicklung der deutschen Tochter wider.

Vor dem Hintergrund kann Erskine ein paar mehr Übernahmespekulationen gut gebrauchen. Die Gerüchte über einen Kauf durch NTT Docomo gaben der Aktienkurs gestern ordentlich Auftrieb: Er stieg im Tagesverlauf um mehr als drei Prozent - auf 71,25 Pence. Das ist für das Unternehmen der höchste Kurs seit März 2002.

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