Obwohl der britische Traditionsclub schon bessere Zeiten erlebte, glaubt ein US-Milliardär an ein gutes Geschäft
Manchester United vor dem Verkauf

Der US-Unternehmer Malcolm Glazer plant die Übernahme des bekanntesten englischen Fußballclubs, Manchester United. Der 75-jährige Tycoon ist bekannt für sein Faible für Sport, er nennt bereits das US-Footballteam Tampa Bay Buccaneers sein eigen. Nun soll möglicherweise auch noch die Ikone des britischen Fußballs sein Portfolio schmücken.

su LONDON. Manu, wie die Briten den Club kurz nennen, bestätigte gestern, man habe einen möglichen Kaufinteressenten, nannte allerdings keinen Namen. Noch sei unklar, ob ein formelles Angebot folgen werde, schrieb der Club in einer Stellungnahme für die Londoner Börse. Glazer selbst wollte die Meldungen nicht kommentieren.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuvor unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, Glazer habe die Investmentbank J.P. Morgan Chase beauftragt, ihn bei einer möglichen Übernahme von Manu zu beraten.

In den vergangenen Monaten hat der geheimnisvolle Unternehmer aus Florida seinen Anteil an Manchester United stetig erhöht und damit die Gerüchte um eine Übernahme angeheizt. Derzeit hält er 19,2 Prozent der Aktien des börsennotierten Clubs. Dafür hat er insgesamt rund 140 Mill. Pfund bezahlt. Nach Angaben aus Branchenkreisen bietet Glazer mehr als 650 Mill. Pfund (umgerechnet rund 942 Mill. Euro) für den Rest. Der Club hat derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 700 Mill. Pfund.

Doch so einfach dürfte das Geschäft für Glazer nicht werden. Er muss die Übernahme wohl vor allem mit geliehenem Kapital finanzieren. Zudem wollen andere Großaktionäre ein Wörtchen mitreden - den irischen Rennveranstaltern John Magnier und J.P. McManus wird ebenfalls Interesse an einer Übernahme nachgesagt. Auch sie haben über ihre Investmentfirma Cubic Expression in den vergangenen Monaten Manu-Aktien zugekauft und halten nun zusammen 28,9 Prozent. Nach englischem Recht muss ein Investor den anderen Aktionären ein öffentliches Übernahmeangebot unterbreiten, wenn er 30 Prozent der Anteile hält. Magnier und McManus sind dieser Marke jedenfalls deutlich näher als Glazer. Einige Beobachter rechnen bereits mit einer Übernahmeschlacht.

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