Octel bietet Technologien zur Beantwortung von Anrufen für Telefondienste
Lucent sucht erneut Käufer für Konzernsparte

Der angeschlagene US-Telekomausrüster Lucent Technologies Inc. sucht einen Käufer für Octel, die Sparte, die Technologien für die Anrufbeantwortung anbietet. Das verlautet aus Unternehmenskreisen.

NEW YORK. Lucent hatte Octel 1997 für 1,8 Mrd. $ übernommen und aufgeteilt in Dienste für Firmenkunden, die mit der Avaya Inc. von der Konzernmutter abgespalten wurden, und Dienste für Telekomanbieter. Letztgenannte Sparte - der kleinere der beiden Teile - steht nun zum Verkauf.

Analysten zeigten sich nicht überrascht von der Ankündigung. "Es passt nicht in ihr derzeitiges Unternehmenskonzept", sagt Edward Jackson vom Investmenthaus US Piper Allerdings ist nicht klar, wer Interesse an der Sparte haben könnte. Der auf 2 Mrd. $ Jahresumsatz geschätzte Markt wird dominiert vom amerikanisch-israelischen Unternehmen Comverse Technology Inc., das fast zwei Drittel des Marktes kontrolliert. Jackson schätzt, dass die Lucent-Sparte 2001 einen Umsatz von 325 Mill. $ erwirtschaften wird.

Lucent versucht seit fast einem Jahr, sich von bestimmten Konzernteilen zu trennen. Die Firma aus Murray Hill/New Jersey will sich auf den Bau optischer, mobiler und traditioneller Netzwerke für große Telefonanbieter konzentrieren. Während der letzten Monate hat der Konzern sein Halbleitergeschäft abgespalten, seine Glasfasersparte und zwei US-Werke verkauft sowie die Ende der 90er Jahre für 4,5 Mrd. $ in Aktien erworbene Chromatis Networks geschlossen. Für die Abrechnungsabteilung Kenan Systems, die Lucent für 1,4 Mrd. $ gekauft hatte, sucht der Konzern noch einen Käufer. In den vergangenen zwei Monaten hat Lucent nach Angaben von Konzernchef Henry Schacht neue Aufträge im Wert von 3 Mrd. $ abgeschlossen, hauptsächlich für Mobilfunk- und optische Netze. Der Konzern will im Geschäftsjahr 2001/2002, das am 1. Oktober beginnt, wieder profitabel werden. su

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