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Oecd: Eurozone hat Wachstumschancen der Währungsunion noch nicht genutzt

(dpa-AFX) Paris - Die Eurozone hat nach Einschätzung der Oecd wegen einer zu hohen Verschuldung vieler Staaten sowie schleppender Strukturreformen die Wachstumschancen der Währungsunion bisher nicht genutzt. "Die stärkere Integration der Eurozonenländer konnte noch nicht in eine sichtbare Stärkung des Wachstumspfads oder einer höheren Wachstumdynamik umgesetzt werden", teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Oecd) am Dienstag in Paris mit.

(dpa-AFX) Paris - Die Eurozone hat nach Einschätzung der Oecd wegen einer zu hohen Verschuldung vieler Staaten sowie schleppender Strukturreformen die Wachstumschancen der Währungsunion bisher nicht genutzt. "Die stärkere Integration der Eurozonenländer konnte noch nicht in eine sichtbare Stärkung des Wachstumspfads oder einer höheren Wachstumdynamik umgesetzt werden", teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Oecd) am Dienstag in Paris mit.

Schuld daran sei vor allem die Fiskalpolitik. Zahlreiche Regierungen in der Eurozone haben die letzte Aufschwungphase nicht genutzt, um ihre Finanzen in Ordnung zu bringen. Außerdem seien die für ein höheres Wachstum notwendigen Strukturreformen bisher eher zögerlich angegangen worden und größtenteils weiter Stückwerk. Die Währungshüter hätten dagegen ihre Aufgabe relativ gut erledigt und das Vertrauen in die Geldpolitik gestärkt.

Um die Chancen der Währungsunion zu nutzen, müssten die Eurozonen-Staaten die fiskalpolitischen Fehler der Vergangenheit vermeiden. Beim Zurückfahren der Schulden müssten die Staaten unabhängig von den Regeln des Stabilitätspakts mehr Entschlossenheit zeigen. Die Vorgaben des Maastrichter Vertrags seien dabei nur die Mindestanforderung für die meisten Länder.

Zudem müssten die Bedingungen an den Arbeitsmärkten angeglichen, ein gemeinsamer Markt für Dienstleistungen geschaffen sowie die einzelnen Finanzmärkte besser integriert werden. Diese Schritte seien notwendig, um die Wachstumsbedingungen zu verbessern und die konjunkturelle Entwicklung näher an die ehrgeizigen Ziele des Lissabonner EU-Gipfels im Jahr 2000 zu bringen.

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