OECD senkt Wachstumsprognosen für USA und Europa
EZB bleibt bei Leitzinsen hart

Zum Wirtschaftswachstum in Europa will die EZB mit der Sicherung der Preisstabilität, aber nicht mit Zinssenkungen beitragen.

rtr BRÜSSEL. "Zum jetzigen Zeitpunkt lässt das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Europa keine signifikante Senkung der Zinssätze zu", sagte EZB-Direktoriumsmitglieds Tommaso Padoa-Schioppa am Donnerstagabend im Gespräch mit Journalisten in Brüssel. Der derzeitige Leitzins von 4,75 % sei bereits niedrig und behindere das Wachstum in der Euro-Zone nicht. "Die EZB hilft dem Wachstum, indem sie stabile Preise sichert", sagte Padoa-Schioppa.

Finanzmärkte und Politiker hatten die Europäische Zentralbank (EZB) in den vergangenen Wochen unter Druck gesetzt, die Leitzinsen in der Euro-Zone zu senken, um der Eintrübung der europäischen Wirtschaft im Gefolge der US-Konjunktur entgegenzuwirken. Die europäischen Währungshüter haben die Leitzinsen jedoch seit Oktober vergangenen Jahres unverändert gelassen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hatte am Donnerstag ihre Wachstumsprognosen für die führenden Industrienationen deutlich nach unten korrigiert. Der OECD zufolge wird das Wirtschaftswachstum in den USA im laufenden Jahr nur 1,7 statt der zuvor erwarteten 3,5 % betragen. Die Euro-Zone werde um 2,6 an Stelle der ursprünglich prognostizierten 2,7 % wachsen.

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