Öffentliche und private Hotzones auf dem Vormarsch

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Öffentliche und private Hotzones auf dem Vormarsch

Die Pläne für den Aufbau von WLANs sind groß. Ballungszentren und sogar ganz Deutschland soll durch Hotspots an das mobile Internet angeschlossen werden. Wien hat sogar San Franzisko im letzten Jahr den Rang abgelaufen, was die Zahl öffentlicher Einwahlpunkte angeht. Aber auch im privaten Bereich ist die WLAN-Technik auf dem Vormarsch.

DÜSSELDORF. Die Stadt Berlin plant, ein dichtes WLAN-Netz in der Metropole aufzubauen. Ab sofort werden Kioske, Wartehäuschen und e-Info Terminals mit WLAN-Zugängen ausgestattet. Von den Hotspots sollen auch Touristen profitieren, die beispielsweise kommentierte Stadtpläne nutzen können. Bislang existieren solche Pläne aber nicht nur für Berlin.

Wien ist nämlich schon erheblich weiter: Das Startup-Unternehmen Metronet hat eigenen Angaben zufolge in den letzten zwölf Monaten die dichteste Flächenabdeckung von Einwahlpunkten auf der Welt geschaffen. Mittlerweile sorgen 150 Hotspots in der Wiener Innenstadt für die fast nahtlose mobile Kommunikation.

Aber die Pläne gehen noch viel weiter. Der Verband der deutschen Internetwirtschaft, das Eco Forum, plant ein deutschlandweites WLAN-Netz im Herbst dieses Jahres einzuführen. Dieses Netz - auch Greenspot genannt - soll das mobile Internet deutschlandweit vorantreiben.

Die drei Beispiele zeigen, dass WLAN durchaus eine Alternative zu UMTS sein kann, zumal die standardisierte Technik einen zügigen Aufbau der Netzwerke ermöglicht. Kostengünstig ist ein Hotspot noch dazu: Metronet rechnet mit maximal 700 Euro pro Hotspot.

Für Unternehmen mit Außendienstmitarbeitern ist die Nutzung öffentlicher WLANs besonders interessant. So kann der Nutzer mit seinem Laptop oder PDA an den Hotspots auf firmeninterne Daten, das eigene Email-Account oder den Terminkalender zugreifen. Außerdem kann der Mitarbeiter während seiner Geschäftsreise ortsbezogene Dienste (zum Beispiel Fahrplaninformationen, Veranstaltungs-, Restaurant- oder Hoteltipps) abrufen.

Abrechnungsarten

Noch ist die Nutzung öffentlicher Hotspots allerdings nicht einfach. Jeder Hotspot verlangt nämlich eine eigene Anmeldung. Für die Nutzung kauft der Kunde ein Zeitkontingent. Die Kosten dafür belaufen sich derzeit auf 1,50 Euro bis 8,- Euro pro Stunde. Europaweite Roaming- und Pricingabkommen sollen in Zukunft eine einfachere Einwahl und Abrechnung ermöglichen. Das Eco-Forum plant eine monatliche Abrechnung wie bei einer Kreditkarte. Die Mobifunkanbieter wollen hingegen die Gebühren lieber über die Handy-Rechnung abwickeln.

Vielversprechend klingt ein Telekom-Projekt in Japan, das von Mitsubishi und Detecon vorangetrieben wird. Das Ziel dieses Projekts ist es, jedes Endgerät auch zu einem mobilen Hotspot für andere zu machen. Das System sei in zwei Jahren marktreif, so Detecon-Chef Friedrich Bock.

In Deutschland wird zurzeit an der entsprechenden Infrastruktur für WLAN gearbeitet. Mobileaccess.de hat für die Nutzer eine Liste deutscher Hotspots zusammengestellt. Die Wi-Fi (Wireless Fidelity) Association listet Hotspots weltweit auf. Hotspots in den USA finden die Nutzer bei der: WLAN-Organisation. Diese Organisation ist die Interessenvertretung der drahtlosen Netzwerke.

Der Kabelsalat gehört der Vergangenheit an.

Unternehmen und Privatleute nutzen die WLAN-Technik immer mehr. Mit einem WLAN-Starter-Kit kann sich der Nutzer zu Hause ein eigenes Netzwerk aufbauen. Eine solche Ausrüstung besteht aus zwei PCMCIA-Steckkarten für Laptops und einem "Access Point". Access Points sind die Verbindungsstellen für private Netzwerke. Die Vorteile liegen auf der Hand: Laptops kommen in Konferenzräumen ohne lästiges Kabelgewirr aus, Hobbyköche laden sich die Rezepte aus dem Internet direkt auf den BIldschirm, oder der Nutzer nimmt auf einem Sofa an einer Onlineauktion teil. Außerdem lassen sich Daten zwischen mehreren Geräten problemlos austauschen.

Neben der bisher vorgestellten drahtlosen LAN-Technik gibt es auch andere Technologien wie beispielsweise Bluetooth oder der bei schnurlosen Telefonen etablierte DECT-Standard. Große Datenmengen lassen sich jedoch drahtlos am schnellsten via WLAN übertragen.

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