Öffentliche Versicherer
Milliarden-Markt der betrieblichen Altersvorsorge

Die öffentlichen Versicherer setzen auf das Geschäft mit der betrieblichen Altersvorsorge und hoffen auf neue Kunden durch die Sparkassen.

Reuters DÜSSELDORF. "Wir hoffen insbesondere für unsere neue Beteiligungsgesellschaft auf das Neugeschäft durch die Sparkassen", sagte der Chef der Lebensparte der Gruppe, Michael Scharr, am Donnerstag in Düsseldorf. Zur Gruppe der öffentlichen Versicherer zählen 45, meist regional tätige Versicherungsunternehmen, die ihre Kräfte in einzelnen Sparten des Versicherungsgeschäfts bündeln. Eigentümer dieser Versicherer sind regionalen Sparkassen- und Giroverbände, Sparkassen sowie Landesbanken.

Insgesamt wollen die öffentlichen Versicherer nach den Worten von Verbandschef Heiko Winkler für den Aufbau ihres Gemeinschaftsunternehmens zur Vermarktung von Altervorsorgeprodukte bis zu 55 Millionen Euro investieren. Nach der zur Jahresmitte erwarteten Zulassung werde die Gesellschaft mit einer Pensionsfonds AG und einer Pensionskasse AG am Markt auftreten.

Die Investitionen teilen sich nach Winklers Worten die DGZ DekraBank sowie der Verband der öffentlichen Versicherer mit 13 Unternehmen. Hinter der DGZ stehen 562 Sparkassen sowie zwölf Landesbanken. Winkler räumte ein, sieben große Sparkassen seien eine Kooperation mit einem anderen Partner eingegangen. Auch die Westdeutsche Landesbank habe ein eigenes Geschäftsmodell vorwiegend für ihre Großkunden aufgelegt. Doch seien die öffentlichen Versicherer an diesem Unternehmen mehrheitlich beteiligt.

Bis 2008 rechnen die öffentlichen Versicherer bei der betrieblichen Altersvorsorge mit einem Marktanteil von 12,5 Prozent oder 900.000 Verträgen, sagte Scharr. Es bestünden kaum Chancen, von der Konkurrenz große Kunden zu gewinnen. In Deutschland seien über 80 Prozent der Arbeitnehmer in Klein- und Mittelbetrieben beschäftigt. Auf diese Kunden würde sich die Gruppe konzentrieren. Bislang seien 450.000 "Riester-Verträge" abgeschlossen worden, sagte Scharr. Dies seien sechs Prozent des Altersvorsorge-Geschäfts.

Die öffentlichen Versicherer hätten 2001 ohne Zukäufe und große Zusammenschlüsse ihren Marktanteil von elf Prozent behaupten können. Das Beitragsplus bezifferte Winkler mit 2,4 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro. 2002 sollen die Beitragseinnahmen um vier bis fünf Prozent zulegen.

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