Öffentlicher Druck
Microsoft gesteht Panne ein

Der Software-Konzern Microsoft muss bei der Bearbeitung der Sicherheitslücke in den Web-Browsern Internet Explorer 5.5. und 6.0 eine schwere Panne einräumen.

ddp REDMOND. Eine volle Woche ließ das Unternehmen verstreichen, bevor es die Nutzer vor der gefährlichen Schwachstelle warnte, wie der US-Nachrichtendienst " CNet " berichtet. Der Fehler in der Software ermöglichte es Fremden, über das Internet so genannte Cookies auszuspähen. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die persönliche Daten wie Kundennummern und Passwörter enthalten können.

Der Fehler wurde am 9. November von der finnischen Sicherheitsfirma Online Solutions veröffentlicht. Wie sich jetzt herausstellte, war Microsoft bereits am 1. November über die Sicherheitslücke informiert worden, hatte aber zunächst behauptet, erst am 8. November von dem Problem erfahren zu haben. Die Firma hatte sich zur Veröffentlichung der Sicherheitslücke entschlossen, nachdem Microsoft eine Woche lang nicht reagiert hatte. Dadurch sollte "öffentlicher Druck" auf den Software-Konzern ausgeübt werden.

Diese Darstellung wurde inzwischen von Microsoft bestätigt. "Wir können selbstverständlich nicht sofort antworten", erklärte Windows-Produktmanager Neil Laver. Zunächst müsste die Spreu vom Weizen getrennt werden, um festzustellen, wie ernst eine Warnung ist. Dafür brauche das Unternehmen rund zwei Wochen Zeit. Zugleich entschuldigte sich Laver für die "ungenauen" Angaben, die Microsoft ursprünglich zum zeitlichen Ablauf machte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%