Öffentliches Leben lahm gelegt
Taiwan von verheerenden Tropenstürmen heimgesucht

Der Tropensturm "Nari" wütete auch am Dienstag noch über der Insel, Schulen, Büros und die Börse blieben den zweiten Tag in Folge geschlossen. Fünf der sechs U-Bahnlinien der Hauptstadt Taipeh waren außer Betrieb, die Hauptlinie war weitgehend überflutet.

ap TAIPEH. 21 Menschen wurden noch vermisst, darunter zwei Feuerwehrleute. Während des Unwetters ertranken seit Montag 29 Menschen. Fünf Menschen wurden unter Schlammlawinen begraben, zwei weitere erlagen einem Stromschlag.

Fernsehsender stellten ihr Programm ein, weil wichtige Übertragungseinrichtungen von den Wassermassen zerstört wurden. Mehr als 4 000 Wohnungen und Büros waren ohne Strom. Am schlimmsten betroffen war die Umgebung von Taipeh, wo stellenweise an einem Tag 80 Zentimeter Regen fielen.

Der Meteorologe Lu Kuo-cheng sagte, eine solche Regenmenge sei seit Beginn der Statistik 1930 nicht verzeichnet worden. Er sprach von einem ungewöhnlichen Wetterphänomen, da die Tropenstürme normalerweise an einem Tag über Taiwan hinwegzögen.

Nach den Überschwemmungen in Taipeh und Umgebung zog "Nari" weiter in den Westen des Landes und hing über der drittgrößten Stadt des Landes, Taichung. "Nari" vernichtete etwa 1 700 Hektar Ackerland und richtete einen Schaden von rund 140 Mill. Taiwanischer Dollar (4,3 Mill. Euro/8,5 Mill. DM) an. Zuvor war "Nari" wochenlang vor der Ostküste der Insel auf und ab gezogen; als er auf die Küste traf, wurde er von einem Taifun zu einem Tropensturm herabgestuft.

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