Öffentlichkeit ausgeschlossen
Milosevic-Prozess nach Krankheitspause fortgesetzt

Der Prozess gegen den jugoslawischen Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ist am Montag nach dreiwöchiger Unterbrechung fortgesetzt worden. Die Verhandlung am Montag fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Presse statt. Sprecher des Gerichts machten zunächst keine Angaben zu den Gründen. Die Verhandlungspause war durch eine Grippeerkrankung des Angeklagten und die einwöchige Osterpause entstanden.

dpa DEN HAAG. Milosevic (60) muss sich seit 12. Februar in Den Haag wegen Völkermords, Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Verstößen gegen das Kriegsvölkerrecht und gegen die Genfer Konventionen verantworten. Die ihm zur Last gelegten Verbrechen wurden in den 90er Jahren in Kroatien, Bosnien und im Kosovo begangen.

Milosevic erkennt das Gericht weiterhin nicht an. Er hat keinen amtlichen Verteidiger berufen. Stattdessen verteidigt er sich selbst und unterzieht dabei jeden Zeugen der Anklage einem ausführlichen Kreuzverhör. Ihn unterstützen jedoch außerhalb des Gerichtssaals zwei juristische Berater. Die Gerichtskanzlei hat während der Verhandlungspause dem Gericht Vorschläge unterbreitet, wie die Arbeit der Berater erleichtert werden könnte.

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