Ökonomie
Warten auf den Aufschwung

In der aktuellen Wirtschaftsliteratur ist von Optimismus nichts zu spüren.

DÜSSELDORF. Es gibt viele Symbole und Rituale, die für das Modell der Sozialen Marktwirtschaft stehen. Ludwig Erhard zum Beispiel mit seiner Wirtschaftswunderzigarre. Oder der Auftritt der sechs großen Forschungsinstitute, wenn sie ihre Konjunkturprognose vorstellen. Ende dieses Monats werden sie das wieder tun - wie immer im Konsens. Bis dahin müssen sich Kanzler und Volk noch an anderen ökonomischen Indikatoren orientieren.

Es gibt zum Beispiel Menschen, die messen, wie oft das Wort Rezession in Zeitungsartikeln vorkommt, um daraus Schlüsse auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu ziehen. Andere zählen die Stellenanzeigen, um zu sehen, ob der Arbeitsmarkt wieder in Schwung kommt. Man kann sich aber auch die aktuellen Politik- und Wirtschaftsbücher ansehen, um eine Art "literarischen Konjunkturindikator" herauszufiltern.

Wenn man dies allerdings ernsthaft betreibt, kann einem angst und bange werden: Titel wie "Deutschland - der Abstieg eines Superstars" von Gabor Steingart oder "Rettet den Kapitalismus" von Christoph Keese sorgen eher für Depression denn für Aufbruchstimmung. Auch Paul Noltes Wachrüttel-Versuch "Generation Reform - Jenseits der blockierten Republik" vermittelt ein desaströses Bild unserer Gesellschaft. Dagegen klingen Norbert Walter und Klaus Günter Deutsch mit ihrer Forderung nach "Mehr Wachstum für Deutschland" schon geradezu kämpferisch.

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