Ökonomische Rahmenbedingungen zu schlecht
ABN Amro senkt Gewinnprognose für 2001

Die größte niederländische Bank ABN Amro hat ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr deutlich gesenkt. Das Finanzinstitut begründete dies am Dienstag mit riskanten Krediten und der Unsicherheit an den Finanzmärkten nach den Anschlägen in den USA am 11. September.

Reuters AMSTERDAM. Das neue Ergebnisziel liegt mit 2,3 Mrd. ? um 15 % unter der bisherigen Vorhersage. ABN Amro, die mit einem Kreditvolumen von insgesamt 3,3 Mrd. ? zu den weltweit größten Kreditgebern der Luftfahrtindustrie zählt, sieht sich eigenen Angaben zufolge gezwungen, im dritten Quartal mehr Geld zur Absicherung gefährdeter Kredite zurückzulegen.

Banken, Versicherer und Fluggesellschaften haben zusätzlich zur Verlangsamung des weltwirtschaftlichen Wachstums schwere finanzielle Belastungen als Folge der mit entführten Passagiermaschinen verübten Anschläge in New York und Washington zu verkraften.

Vor diesem Hintergrund habe ABN Amro seine Geschäftsziele für das dritte und das laufende vierte Quartal revidiert, hieß es in einer Mitteilung der Bank. "Bei den Gesamterträgen und im operativen Geschäft halten wir uns gut, was an der breiten Streuung unserer Produkte und Kunden liegt."

Nachdem die niederländische Finanzgruppe ING vergangene Woche ihre Gewinnprognose für 2001 heruntergeschraubt hatte, war dieser Schritt auch von ABN Amro erwartet worden. "Die Revision kam nicht unerwartet", sagte Analyst David van der Zandevon der Effectenbank Stroeve. Die ökonomischen Rahmenbedingungen seien in den vergangenen Monaten viel schlechter gewesen als in der ersten Jahreshälfte. ABN Amro habe außerdem zuvor schon darauf hingewiesen, der eigene Ausblick sei nur zu halten, wenn sich die Bedingungen nicht verschlechterten.

Die Aktien von ABN Amro, die nach der Korrektur der Prognosen durch ING vier Prozent verloren hatten, tendierten am Dienstagnachmittag an der Amsterdamer Börse in einem festen Marktumfeld mit 4,83 % im Plus bei 17,14 ?.

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