Ökosteuer belastet private Haushalte
Strom wird teurer

Der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) rechnet für das Jahr 2002 mit höheren Preisen für die Privathaushalte. Grund sei unter anderem die Ökosteuer sagte VDEW-Präsident Günter Marquis am Montag auf der Hannover Messe.

dpa/reuters HANNOVER. Nach durchschnittlich 41 Euro pro Monat in den Jahren 2000 und 2001 erwartet der VDEW für einen Durchschnittshaushalt im laufenden Jahr 44,5 Euro Stromkosten monatlich. Anders als die Industrie, könnten sich Privatkunden den gesetzlichen Belastungen für die Strompreise nicht entziehen, sagte Verbandspräsident Günter Marquis.

Es zeigten mehrere Faktoren in Richtung Preissteigerung, sagte Marquis. Eine Prognose über das Ausmaß der Steigerungen wollte er aber nicht geben. Im Gegensatz zu Haushaltskunden könnten sich industrielle Kunden zum Teil von den gesetzlichen Belastungsfaktoren wie beispielsweise der Ökosteuer oder dem Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ganz oder teilweise befreien lassen, sagte Marquis.

Deutschlands größte Stormversorger sind in Bezug auf die Preisentwicklung unterschiedlicher Meinung. Ende März hatte RWE erklärt, auf absehbare Zeit auf weitere Erhöhungen zu verzichten. E.ON kündigte hingegen mögliche Preissteigerungen von bis zu zehn Prozent an. Nach dem drastischen Preiseinbruch infolge der Liberalisierung des deutschen Strommarktes vor vier Jahren ziehen die Preise seit Mitte 2000 wieder an. Marquis nannte neben gesetzlichen Zusatzbelastungen als weiteren Grund die gestiegenen Brennstoffpreise.

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