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Öl-Branche: Vorsicht Falle

Am kommenden Dienstag tagt die OPEC, und auch das "Öl gegen Nahrung"-Programm mit dem Irak läuft aus. Glaubt man den Andeutungen einiger Mitgliedsstaaten der OPEC, wird man an den Förderquoten festhalten.

Sollte das Programm mit dem Irak um sechs Monate verlängert werden, könnten ab der kommenden Woche wieder täglich bis zu 2 Millionen Barrell Öl aus der Region auf den Markt kommen. Darf der Irak die Exporte nicht aufnehmen, dürfte die OPEC still und heimlich überproduzieren. Will die OPEC keinen weiteren Einbruch des Ölpreises riskieren, wird man sich jedoch großenteils an die Absprachen halten müssen. Gemessen an den Rohöl-Lagerbeständen der USA müsste der Ölpreis wieder in einer Spanne von 18 bis 20 Dollar notieren. "Bei der Annahme, dass die OPEC die Quoten beibehält und der Irak den Förderausstoß vom Mai aufrecht halten darf, dürfte der Druck auf den Ölpreis weiter zunehmen", schätzt Frederick Leuffer von Bear Stearns. Aufgrund des fundamentalen Umfelds sei ein Ölpreis von 25 bis 29 Dollar nicht zu rechtfertigen. Die Aktien von Ölwerten sind im Zuge der sinkenden Öl- und Gaspreise in jüngster Zeit unter Beschuss geraten und sind aus Sicht des Analysten auch weiterhin nicht kaufenswert. Sowohl bei den großen Ölwerten als auch bei den Drillern besteht noch immer ein Kursverlustrisiko von rund 20 Prozent.

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