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Öl, Internet und Einzelhandel Themen am Morgen

Ho, Ho, Ho! Nun bekommt der Einzelhandel doch noch ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Wie sich nun herausstellt, lief das Weihnachtsgeschäft doch etwas besser als erwartet. Sowohl Yahoo als auch Amazon, eBay und Wal-Mart blicken auf eine erfreuliche Shopping-Saison zurück.

Die Freude über die positive Entwicklung wird jedoch durch politische Ereignisse teils überschattet. Zunehmende Spannungen zwischen Pakistan und Indien und das neu aufgetauchte Video von Osama bin Laden sorgt im Umfeld eines ziemlich dünnen Handelsvolumens für reichlich Volatilität an den US-Aktienmärkten.

Ansonsten aber bleibt der Aktienmarkt seiner Tradition treu. Zwischen den Jahren, meistens sogar bis in die ersten Januar-Tage, wird die Wall Street von den Bullen dominiert. Um die Marke von 10.200 Punkten im Dow Jones zu knacken, müsste jedoch das Handelsvolumen deutlich anziehen. So scheint es dann wohl wahrscheinlicher, dass der Dow Jones vorerst in seiner Handelsspanne von 9.750 bis 10.200 Punkten verharren wird. Der Nasdaq-Index dürfte wiederum in einer Spanne von 1.850 bis 2.100 Punkte pendeln.

Im Vorfeld der an diesem Freitag in Kairo statt findenden Tagung der OPEC, sollten Ölwerte die freundliche Tendenz des gestrigen Handelstages fortsetzen. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Vereinigung der Öl exportierenden Staaten die täglichen Förderquoten um bis zu 1,5 Millionen Barrel senken wird. Mit Hilfe der Senkungen hofft man die Preise in Anbetracht der schwachen Konjunktur und nachgebenden Nachfrage wieder zu stabilisieren. Die Entwicklung des Ölpreises wurden zudem durch ungewöhnlich warme Temperaturen in den USA überschattet. Laut der US-Regierung, war der November so warm wie schon seit hundert Jahren nicht mehr. Wie lange die Kürzungen der OPEC gehalten werden können, ob sich die OPEC an die Kürzungen hält und ob der Preisverfall tatsächlich aufgehalten werden kann ist wohlgemerkt schwer zu sagen. Streitigkeiten über die Dauer der Kürzungen, sorgen an der Wall Street für Verunsicherungen. So befürwortet der Iran eine Kürzung für die Dauer von sechs Monaten, während die Vereinigten Emirate die Senkungen lediglich für drei Monate durchsetzen will.

TMP Worldwide wird das Angebot für die Übernahme von Hotjobs.com nicht nachbessern. TMP besitzt bereits mit Monster.com eine Online-Seite für Arbeitsvermittlung. Ursprünglich hat das Unternehmen 460 Mio. Dollar überwiegend in Aktien geboten, um den Rivalen Hotjobs.com zu übernehmen. Vor Kurzem ging Yahoo an den Start und bot 436 Mio. Dollar in bar und Aktien. Der Markt für Arbeitsvermittlung wird Schätzungen zufolge in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Yahoo selbst geht davon aus, dass in 2005 der Umsatz für Online-Arbeitsvermittlung bei rund vier Milliarden Dollar liegen wird. Das weltgrößte Internetportal hat sich bisher nicht auf diesem Gebiet hervor getan. Yahoo geht davon aus, dass die Übernahme von Hotjobs.com durch Yahoo bald über die Bühne gehen wird. Zum einen sei das Angebot finanziell besser. Zum anderen sei eine schnelle Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden wahrscheinlicher, da TMP möglicherweise mit der Akquisition eine marktbeherrschende Stellung einnehmen würde. Yahoo kann außerdem zwischen den Jahren mit positiven Nachrichten aufwarten. Das Weihnachtsgeschäft ist deutlich besser als im vergangenen Jahr verlaufen. Gegenüber 2000 ist der Umsatz in den heißen Tagen vor der Bescherung um annähernd 90 Prozent gestiegen.

Zudem haben die Marktforscher von Jupiter Media Metrix AOL, Microsoft und Yahoo gute Nutzungszahlen bescheinigt. Diese drei Unternehmen dominieren demnach das World Wide Web. Die Seiten der "Top Three" werden am häufigsten von Internetnutzern angeklickt, hieß es.

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