Öl-Konzentration geht weiter
Deutsche Ölbranche unter Druck

In der Weltölbranche gilt das Motto: Über den Markt haben wir keine Kontrolle, aber über unsere Kosten. Neben den betriebsinternen Rationalisierungen werden durch Fusionen Kostensenkungen in Milliardenhöhe angepeilt. Mit Ausnahme von Royal Dutch/Shell haben die übrigen Ölgiganten sich durch Zusammenschlüsse schon verstärkt. Die beiden US-Ölgesellschaften Texaco und Chevron hatten den Anschluss an die Branchenriesen verloren und drohten zu Übernahmekandidaten zu werden. Durch ihre offenbar bevorstehende Verschmelzung entsteht nun eine wettbewerbsfähige Kombination, die getreu dem Motto "Vom Bohrloch bis zur Tankstelle" sowohl im Öl- als auch im Gasgeschäft über ausreichend Schlagkraft verfügt.

Dass die Mineralölkonzerne weltweit fusionieren, ist kein Wunder. Große, global aktive Konzerne können die Risiken besser streuen und ihre Investitionsplanungen stabilisieren. Vor diesem Hintergrund geraten die deutschen Ölunternehmen Veba Oel/Aral und RWE-Dea immer mehr ins Hintertreffen. Die Erdöl-Preishausse deckt wieder einmal die Strukturschwächen der beiden deutschen Konzerne auf: Die nationalen Player sind in den Bereichen Exploration und Förderung einfach zu schwach, um mit den globalen Ölgiganten Schritt halten zu können. Ohne Allianzen und Kooperationen mit großen internationalen Ölunternehmen haben die deutschen keine Überlebenschance.

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