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Öl-Pest im Urwald Ecuadors

Mindestens 800 000 Liter Erdöl sind aus einer Pipeline im Nordwesten Ecuadors in den Fluss Ocana sowie in ökologisch empfindliche Urwälder ausgelaufen. Der Ölteppich auf dem Fluss sei 30 Kilometer lang.

dpa QUITO. Mindestens 800 000 Liter Erdöl sind aus einer Pipeline im Nordwesten Ecuadors in den Fluss Ocana sowie in ökologisch empfindliche Urwälder ausgelaufen. Der Ölteppich auf dem Fluss sei 30 Kilometer lang.

Der Fluss führe zurzeit Hochwasser, weshalb ein Teil des Öls in die ufernahen Bereiche getrieben sei. Auch landwirtschaftliche Flächen seien betroffen, berichtete die Zeitung "El Comercio" am Samstag. Säuberungsarbeiten in den Regenwäldern Ecuadors gelten als äußerst schwierig.

Nach Angaben der staatlichen Erdölgesellschaft Petroecuador handelte es sich bei dem Ölaustritt um einen Sabotageakt, da die Pipeline keinerlei Beschädigungen aufweise. Anderen Berichten zufolge soll jedoch ein defektes Ventil Grund der Havarie gewesen sein. Das Öl sei zwölf Stunden unbemerkt ausgelaufen, hieß es weiter.

Bauern sollen zudem Säuberungsarbeiten behindert haben, da sie zunächst eine Entschädigungszusage verlangt hätten. Ölunfälle sind in Ecuador keine Seltenheit. Nach Angaben von Umweltschutzorganisationen sind bereits große Urwaldflächen rund um die Fördergebiete und entlang der Pipelines verseucht.

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