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Öl und Wirtschaftsdaten

Der bedrohte Weltfrieden und die damit verbundene Angst vor einer verstärkten Ölkrise bewegen New Yorks Aktienmärkte. Eskalierende Gewalt in Israel und Palästina treiben den Preis für das Barrel Öl wieder auf Rekordhöhen.

Die anti-westliche Haltung in Nahost verschärft sich. Nach den Terrorakten auf westliche Instanzen im Jemen wachsen daher die Bedenken, dass eine die Ölförderung in der Region nicht mehr gewährleistet sei.



Investoren fürchten sich nun weiter vor einer steigenden Inflation. Höhere Ölpreise treiben Unterhaltskosten für Unternehmen in die Höhe und verringern Konsumentenausgaben. Die Gewinnwarnungen der Saison zeigen bereits, dass schon einige Unternehmen unter den hohen Energiekosten zu knapsen hatten. Am Morgen wird ein Barrel Öl mit 35,07 Dollar gehandelt, etwas weniger als am Vortag. Gestern stieg der Preis auf sein Zehnjahreshoch.



Die Wirtschaftsdaten könnten den Markt heute bewegen. Der Erzeugerpreisindex stieg im September statt um die erwarteten 0,5 Prozent um 0,9 Prozent. Die um die volatilen Bereiche der Energie- und Lebensmittelpreise bereinigte Kernrate übertraf die Erwartungen ebenfalls um 0,2 Prozent. Damit deuten beide Indikatoren auf die Gefahr einer möglichen Inflation. Kein gutes Zeichen für die Börse.



Für eine latente Entwarnung sorgt jedoch die Entwicklung der Einzelhandelsdaten. Die Umsätze des Sektors stiegen im September statt um die erwarteten 0,6 Prozent um 0,9 Prozent. In Zeiten, in denen der steigende Ölpreis die Unternehmenseinnahmen zunehmend reduziere, könnten somit wenigsten steigende Umsätze die höheren Kosten ausgleichen.



Staranalystin Abby Cohen von Goldman Sachs beruhigt die Gemüter der geplagten Anleger. Nach den Kurseinbußen der vergangenen Zeit sei die Bewertung ausgewogener und wieder attraktiver als zuvor. Cohen bestätigt ihre Prognosen für den S&P 500 Index. Das Börsenbarometer werde bis Jahresende auf 1557 Punkte steigen. In einem Jahr soll der Index bei 1650 Zählern notieren. Für die 500 Unternehmen prophezeit Cohen ein durchschnittliches Umsatzwachstum von acht bis zehn Prozent. Anleger sollten ihr Augenmerk auf Energieanbieter und Finanzdienstleister wie Versicherungen und Banken richten.



Bedenken, dass die US-Wirtschaft weiter abkühlen und schließlich in einer Rezession enden werde, hält Cohen für unberechtigt. Dennoch werde sie die Annahmen zu den Fundamentaldaten in den kommenden Wochen nochmals überprüfen müssen.



Den Nasdaq Index könnten mehrere gute Ergebnisse beflügeln. Juniper Networks legte gestern Zahlen über das dritte Quartal vor, mit denen die Konsensschätzungen deutlich übertroffen worden. Der Anbieter von Internetlösungen versechfachte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr auf 201,2 Millionen Dollar. Der Gewinn in Höhe von 58,1 Millionen Dollar oder 17 Cents pro Aktie lag acht Cents über den durchschnittlichen Gewinnschätzungen. Lehman Brothers bekräftigt nach den Zahlen die Kaufempfehlung. Das Kursziel steht bei 265 Dollar pro Aktie.



Die Absatzzahlen von Veritas Software wurden im dritten Quartal mit 317,2 Millionen Dollar um 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgebaut. Der Anbieter von Software für den Bereich Datenspeicherlösungen übertraf seine Gewinnschätzungen um zwei Cents pro Aktie. Das Brokerhaus Lehman Brothers stuft die Aktie weiterhin auf "kaufen" ein. Das Kursziel für die nächsten zwölf Monate setzen die Analysten auf 150 Dollar pro Aktie.

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