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Ölkonzern OMV kauft Mehrheit an rumänischer Petrom

(dpa-AFX) Wien - Im größten Auslandseinkauf der österreichischen Wirtschaftsgeschichte übernimmt der Mineralölkonzern OMV AG < OMV.EAV > die Mehrheit am staatlichen rumänischen Ölkonzern Petrom. Für 1,39 bis 1,52 Milliarden Euro erhält die OMV 51 Prozent an Petrom, teilte OMV am Freitag in Wien mit. Den Kaufpreis will OMV aus Barmitteln und bereits zugesicherten Krediten aufbringen.

(dpa-AFX) Wien - Im größten Auslandseinkauf der österreichischen Wirtschaftsgeschichte übernimmt der Mineralölkonzern OMV AG < OMV.EAV > die Mehrheit am staatlichen rumänischen Ölkonzern Petrom. Für 1,39 bis 1,52 Milliarden Euro erhält die OMV 51 Prozent an Petrom, teilte OMV am Freitag in Wien mit. Den Kaufpreis will OMV aus Barmitteln und bereits zugesicherten Krediten aufbringen.

Die OMV kauft dem rumänischen Staat 33,34 Prozent Petrom-Anteile für 669 Millionen Euro ab. Gleichzeitig wird die Beteiligung durch eine Kapitalaufstockung auf 51 Prozent angehoben. Dafür rechnet die OMV mit 723 bis 855 Millionen Euro. Der endgültige Preis hängt laut OMV unter anderem davon ab, ob die Osteuropabank Ebrd mit einsteigt. Das Geld aus der Kapitalerhöhung soll größtenteils in der Petrom verbleiben.

Tankstellen-Netz Stark Erweitert

Außerdem übernimmt die OMV von Petrom laut rumänischer Regierung Schulden in Höhe von 292 Millionen Euro. Der Abschluss der Transaktion, für die die kartellrechtliche Genehmigung noch aussteht, wird für das vierte Quartal erwartet.

Mit den Petrom-Tankstellen erweitert OMV mit einem Schlag ihr Netz von rund 1.782 auf 2.382 und den Marktanteil in Rumänien von 6 auf 30 Prozent. Außerdem gewinnt der österreichische Konzern dadurch den Zugang zu riesigen Ölvorräten nicht nur in Rumänien, sondern auch Kasachstan. Laut OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttensdorfer erhält die OMV damit "die führende Position im Konsolidierungspozess in Mittel- und Osteuropa und entwickelt sich zur klaren Nummer Eins in der Region". Die Öl- und Gasproduktion des OMV-Konzerns erhöht sich von 120.000 Fass Öläquivalent (BOE) auf 340 Millionen Fass pro Jahr.

Belegschaft Verzehntfacht

Auch die Belegschaft wird mit dem Zukauf sprunghaft ansteigen. Der Personalstand wird verzehnfacht: Während bei OMV 6.100 Mitarbeiter beschäftigt sind, arbeiten bei Petrom rund 57.000. Der Marktanteil in der Donauregion wächst von 13 auf 18 Prozent an. Die gesicherten Öl- und Gasreserven der Petrom betragen 1 Milliarden Fass Öläquivalent, jene der OMV liegen bei nur 410 Millionen Fass BOE. Insgesamt besitzt die Petrom 300 Öl- und Gasfelder - am Land betreibt das Unternehmen rund 15.000 Bohrungen, dazu kommen noch Offshore-Bohrungen im Schwarzen Meer.

Nach Umsatz- und Gewinn ist die OMV deutlich größer als die Petrom. Während die OMV 2003 rund 7,64 Milliarden Euro umgesetzt hat, waren es bei der Petrom nur 2,023 Milliarden Euro. Der Nettogewinn der OMV lag 2003 bei 393 Millionen Euro, jener der Petrom bei 9 Millionen Euro.

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