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Ölmärkte bleiben angespannt - Öl- und Benzinpreise auf Rekordhöhen

NEW YORK/BERLIN (dpa-AFX) - Auf den internationalen Ölmärkten zeichnet sichvorerst keine Entspannung ab. Nach Darstellung von US-Ölexperten halten diestarke weltweite Nachfrage, Angst vor möglichen Terrorattacken auf Ölanlagen imNahen Osten, Versorgungsengpässe in den USA und der Irakkonflikt die Preiseweiter auf hohem Niveau. Zum Wochenschluss hatten die Rohöl- und Benzinpreise inNew York neue Rekordstände erreicht. Das Deutsche Institut fürWirtschaftsforschung (DIW) sieht in den steigenden Ölpreisen derzeit dennochkeine Gefahr für die konjunkturelle Erholung in Deutschland.

Der Ölpreisanstieg sei eine typische Begleiterscheinung eines Aufschwungs,sagte Gustav Horn, Leiter der Konjunkturabteilung des DIW, der "Welt amSonntag". Zudem sei der in Dollar gerechnete Preisanstieg bei Öl durch dieWechselkursentwicklung des Euro bisher zum größeren Teil aufgefangen worden.

In New York erreichte der Preis für Rohöl zur Auslieferung im Juni an derWarenterminbörse Nymex am Freitag mit deutlich über 41 Dollar je Barrel einenHöchststand seit mehr als zwei Jahrzehnten. Exakt kletterte er an der Nymex (NewYork Mercantile Exchange) um 0,7 Prozent auf 41,38 Dollar je Barrel (ein Fass je159 Liter).

Im Tagesverlauf hatte der New Yorker Rohölpreis sogar zeitweise einenRekordstand von 41,56 Dollar erreicht. Das war der höchste Stand seit dem Beginndes Rohölhandel an der Nymex vor 21 Jahren. Der bisherige Rekord war im Oktober1990 verbucht worden als der Irak Kuwait besetzt hatte. Der Benzinpreis zurJuni-Auslieferung schloss in New York um 96 Cent höher bei 1,4101 Dollar jeGallone (3,8 Liter). Im Tagesverlauf erklomm der Juni-Kontrakt die neueRekordhöhe von 1,42 Dollar je Gallone. Die amerikanischen Benzinpreise sind indiesem Jahr um fast 50 Prozent in die Höhe geschossen.

Die OPEC-Länder, die mehr als ein Drittel des globalen Ölangebots stellen,wollen höhere Ölproduktionsquoten diskutieren. Einige Mitglieder derOrganisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wollen sich bereits während desvom 22. bis 24. Mai laufenden Treffens des International Energy Forum informellberaten.

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