Ölmilliardär wollte US-Unterhaltungssparte
Vivendi lehnt Milliarden-Angebot ab

Der französische Mischkonzern Vivendi Universal hat das Angebot einer amerikanischen Investorengruppe abgelehnt, seine US-Unterhaltungssparte für insgesamt 20 Milliarden Dollar zu kaufen.

HB/dpa PARIS. Dies wurde am Donnerstag aus informierten Kreisen in Paris bekannt. Danach ist Vivendi zu dem Schluss gekommen, dass der angebotene Preis nicht an den Wert der Sparte herankommt. Außerdem entspreche es nicht der Strategie des Unternehmens, diesen Bereich abzugeben.

Der US-Ölmilliardär Marvin Davis hatte einem Bericht des "Wall Street Journal Europe" zufolge gemeinsam mit einer Investorengruppe die Unterhaltungssparte von Vivendi Universal für 15 Milliarden Dollar kaufen wollen. Zusätzlich sollten rund fünf Milliarden Dollar an Schulden übernommen werden, schrieb die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf informierte Kreise.

Die Vivendi-Aktie stieg in Paris bis zum Nachmittag um mehr als 15 Prozent auf gut 13 Euro. Einen offiziellen Kommentar von Vivendi gab es nicht. Ein Verkauf einer der Kernsparten des angeschlagenen Misch- und Medienkonzerns würde auf starken Widerstand innerhalb des Unternehmens stoßen, unter anderem seitens des derzeitigen Chefs der Unterhaltungssparte, Barry Diller, schrieb die Zeitung weiter. Es habe bereits erste Vorgespräche mit Davis gegeben. Er habe Erfahrung in der Medienbranche: Anfang der 80er Jahre sei er Eigentümer des Hollywood-Studios 20th Century Fox gewesen.

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