Ölpreis ging in den Keller
Dax begrenzt die Verluste

Der Dax hat den Handel am Mittwoch zwar mit Verlusten beendet, konnte aber bis zum Abend einen großen Teil der Tagesverluste wieder ausgeglichen. Die Zustimmung der irakischen Führung zur UN-Resolution wurde an der Frankfurter Börse mit Erleichterung aufgenommen, berichteten Händler. Am Nachmittag hatte der Dax für kurze Zeit die Marke von 3000 Zählern unterboten, was mit Ängsten vor weiterem Terror und Konjunktursorgen begründet wurde.

HB/dpa FRANKFURT. US-Notenbankchef Alan Greenspan hatte sich zudem überraschend pessimistisch über den Zustand der US-Konjunktur geäußert, was den frühen Handel an der Wall Street belastet hatte. Das Frankfurter Kursbarometer schloss um 1,59 Prozent geschwächt bei 3066,42 Punkten. Der MDAX der 70 mittleren Unternehmenswerte sank um 0,12 Prozent auf 3116,81 Zähler. Am Neuen Markt gab der Nemax 50 um 1,55 Prozent auf 418,90 Punkte nach.

Das politische Signal aus Bagdad half besonders den Aktien der Deutschen Lufthansa, die mit einem Plus von 2,63 Prozent auf 11,30 Euro an die Dax-Spitze zogen. Zweitstärkster Wert war die ebenfalls stark vom Flugverkehr abhängige Touristikaktie TUI, die 3,68 Prozent auf 19,18 Euro hinzu gewann. Beide Aktien profitierten vom kräftig sinkenden Ölpreis. So fiel die Notierung für ein Barrel der gängigen Nordseesorte Brent in London am Abend um rund 4,5 Prozent.

Bis zum Nachmittag hatten Geschäftszahlen den Handel zumeist belastet. Siemens-Titel gaben um 1,64 Prozent auf 43,90 Euro nach. Der Technologiekonzern hat seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz weltweiter High-Tech-Krise zwar gesteigert. Beim Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2002/2003 blieb das Unternehmen jedoch zurückhaltend.

Verwirrspiel bei Telekom ist zu Ende

Das Verwirrspiel um die Führung bei der Deutschen Telekom ging am Mittwoch zu Ende. Als neuer Vorstand gilt T-Mobile-Chef Kai-Uwe Ricke als sicher. Die teuer erworbene US-Mobilfunktochter VoiceStream solle zudem nicht verkauft werden. Nachrichten wie diese konnten den Kurs indes nicht beflügeln. T-Aktien schlossen um 2,01 Prozent schwächer bei 11,23 Euro.

RWE-Aktien fielen um 2,67 Prozent auf 30,60 Euro. "Die Zahlen waren ganz ordentlich", sagte ein Frankfurter Händler. Allerdings habe der Überschuss etwas unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Die Aktien des Konkurrenten Eon verloren nur 0,11 Prozent auf 46,75 Euro nach.

Am Neuen Markt gab dessen Schwergewicht T-Online trotz guter Zahlen um 8,20 Prozent auf 6,94 Euro nach. Das Darmstädter Internet- Unternehmen hat im dritten Quartal operativ zugelegt und die Schätzungen der Analysten übertroffen. Händler erklärten die Kursverluste damit, dass sich die Aktie in den Tagen zuvor gut entwickelt habe - die meisten Anleger realisierten nun die Gewinne.

Am Rentenmarkt fiel der REX um 0,03 Prozent auf 116,24 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,2 Prozent auf 112,02 Punkte. Die Umlaufrendite wurde von der Bundesbank bei 4,15 (Dienstag: 4,14) Prozent ermittelt. Der Kurs des Euro fiel leicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 1,0068 (Dienstag: 1,0081) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9932 (0,9920) Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%