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Ölpreis setzt neue Rekordmarken

Der Ölpreis hat seine Rekordfahrt am Donnerstag ungebremst fortgesetzt. In London stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November im frühen Handel auf 48,37 Dollar. Damit wurde der erst am Vortag aufgestellte Rekordwert von 48,10 Dollar übertroffen.

dpa-afx LONDON. Der Ölpreis hat seine Rekordfahrt am Donnerstag ungebremst fortgesetzt. In London stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November im frühen Handel auf 48,37 Dollar. Damit wurde der erst am Vortag aufgestellte Rekordwert von 48,10 Dollar übertroffen.

Leichtes US-Öl erreichte im asiatischen Handel ebenfalls einen neuen Rekordwert. Ein Barrel kostete bis zu 52,53 Dollar und damit so viel wie noch nie zuvor seit Beginn des Future-Handels an der New Yorker Warenterminbörse Nymex im Jahr 1983. Am Mittwoch war erstmals die Marke von 52 Dollar durchbrochen worden.

Niedrige Lagervorräte

Grund für den erneuten Preisanstieg war Händlern zufolge der schwache Aufbau der Lagervorräte in den USA. Dieser erhöhte sich in der Woche bis 24. September lediglich um 1,1 Mill. Barrel, wie die US-Regierung mitteilte. Analysten hatten einen deutlicheren Anstieg vorhergesagt. Dies habe am Markt erneute Sorgen vor Lieferengpässen vor Beginn der Heizperiode ausgelöst, in der die Ölnachfrage besonders stark ist. Analyst Carl Larry von Barclays Capital erwartet sinkende Ölvorräte in den USA. "Die Situation wird sich nicht ändern, damit müssen wir leben."

Einige Experten halten jetzt einen Anstieg des US-Ölpreises auf bis zu 60 Dollar je Barrel für möglich. "Im November könnte ein Niveau um 55 Dollar erreicht werden, aber der Markt ist so nervös, dass es Spielraum für einen noch deutlicheren Anstieg gibt", sagte Analyst Jamal Quereshi von PFC Energy.

Zahlreiche Unsicherheiten

Zuletzt hatten die anhaltenden Produktionsbehinderungen im Golf von Mexiko nach der Hurrikan-Serie der vergangenen Woche die Preise nach oben getrieben. Auch Unruhen in Nigeria und die Angst vor neuen Anschlägen auf Pipelines im Irak hatten die Märkte zusätzlich verunsichert. Hinzu kam die Unsicherheit über den andauernden Steuerstreit des größten russischen Ölexporteurs Yukos. Die immer stärkere Ölnachfrage aus China und Indien ist ebenfalls ein preistreibender Faktor.

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