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Ölpreis sinkt deutlich

Der Ölpreis ist am Dienstag um fünf Prozent gefallen, nachdem der Irak einer Rückkehr der UN-Waffeninspektoren in das Land ohne Bedingungen zugestimmt hatte.

Reuters OSAKA. Der Preis der US-Ölsorte Light Crude fiel im elektronischen Handel um 1,34 Dollar auf 28,33 Dollar je Barrel (das Fass zu 159 Liter) und lag damit fast zwei Dollar unter seinem Hoch von vergangenem Monat. Der Ölpreis war wegen Sorgen um einen drohenden Militärschlag der USA gegen Irak in den vergangenen Wochen kräftig gestiegen, weil Analysten im Kriegsfall einen Rückgang der Ölausfuhren befürchten. Auch die führende Nordsee-Sorte Brent hatte sich zeitweise bis auf über 29 Dollar je Barrel und damit den höchsten Stand seit rund einem Jahr verteuert.

Analysten sagten, das Angebot Iraks habe den "Kriegsaufschlag" auf den Ölpreis sinken lassen. Diese Prämie werde allmählich weiter abbröckeln, wenn das UN-Programm tatsächlich umgesetzt wird, sagten Analysten. Allerdings bestehe angesichts der Reaktion der USA das Risiko eines Militärschlages gegen Irak noch weiter.

Trotz des kräftigen Preisrückgangs für Light Crude kostet ein Barrel der US-Sorte noch sieben Dollar mehr als zu Jahresbeginn.

Am Dienstag bestätigte UNO-Generalsekretär Kofi Annan, einen Brief der irakischen Regierung erhalten zu haben, mit dem Angebot, die Waffeninspektoren ohne Bedingungen ins Land zurückzulassen. Die US-Regierung nannte das irakische Angebot eine Taktik, mit der ein entschiedenes Vorgehen des UNO-Sicherheitsrats vermieden werden solle. Dies werde aber scheitern. Eine Resolution, die Irak zum Abrüsten zwinge, sei weiterhin nötig.

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