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Ölpreis sinkt - Exporte im Nordirak wieder aufgenommen

Die Wiederaufnahme irakischer Exporte über die Türkei und geringer als erwartet ausgefallene Hurrikan-Schäden in den Erdöl-Regionen der USA haben den Ölpreis am Mittwoch sinken lassen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete zuletzt 40,48 $ und damit 28 Cent weniger als bei Handelsschluss am Vortag. Leichtes US-Öl verbilligte sich um 41 Cent auf 42,90 $.

dpa-afx LONDON. Die Wiederaufnahme irakischer Exporte über die Türkei und geringer als erwartet ausgefallene Hurrikan-Schäden in den Erdöl-Regionen der USA haben den Ölpreis am Mittwoch sinken lassen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete zuletzt 40,48 $ und damit 28 Cent weniger als bei Handelsschluss am Vortag. Leichtes US-Öl verbilligte sich um 41 Cent auf 42,90 $.

Händler verwiesen auf die Wiederaufnahme der Exporte durch die staatliche nordirakische Ölgesellschaft North Oil Co. über den türkischen Hafen Ceyhan. Wie am Firmensitz in Kirkuk bekannt wurde, sollen ab sofort wieder 200 000 Barrel am Tag über die Pipeline transportiert werden. Der Export über die Türkei war vor einer Woche durch einen Sprengstoffanschlag von Aufständischen an der wichtigsten Pipeline im Nordirak unterbrochen worden.

'Politische Prämie'

Experten machten auch die geringer als erwartet ausgefallenen Schäden durch den Hurrikan "Frances" im Süden der USA für den Preisrückgang verantwortlich. Dort befinden sich die wichtigsten Ölförderanlagen und Raffinerien des Landes.

Nach Einschätzung von Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro geht bis zu ein Drittel des aktuellen Ölpreises auf das Konto weltpolitischer Unsicherheiten. "Was wir derzeit erleben, ist eine politische Prämie von zehn bis 15 $ je Barrel", sagte der Präsident der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) beim Weltenergiekongress in Sydney.

Yusgiantoro zeigte sich besorgt über die anhaltend hohen Ölpreise. Sie seien Folge der Spannungen im Irak und anderen Orten, der unerwartet hohen Nachfrage und Sonderfällen wie dem Skandal um den russischen Ölkonzern Yukos . Der Irak kann nach den Worten des Opec-Chefs bei größerer politischer Stabilität seine Produktion von derzeit zwei auf drei Mill. Barrel ausweiten.

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