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Ölpreis steigt weiter - Wirbelsturm 'Ivan' und Anschläge im Irak

Die Ölpreise sind am Dienstag aus Sorge vor größeren Produktionsausfällen im Golf von Mexiko durch den Hurrikan "Ivan" und nach einem Anschlagen auf eine Pipeline im Irak erneut gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete zuletzt 41,68 $ und damit 62 Cent mehr als bei Handelsschluss am Vortag. Leichtes US-Öl verteuerte sich in New York um 55 Cent auf 44,42 $.

dpa-afx LONDON/NEW YORK. Die Ölpreise sind am Dienstag aus Sorge vor größeren Produktionsausfällen im Golf von Mexiko durch den Hurrikan "Ivan" und nach einem Anschlagen auf eine Pipeline im Irak erneut gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete zuletzt 41,68 $ und damit 62 Cent mehr als bei Handelsschluss am Vortag. Leichtes US-Öl verteuerte sich in New York um 55 Cent auf 44,42 $.

Der Hurrikan "Ivan" hat seinen Weg der Zerstörung im Golf von Mexiko fortgesetzt und sich den südlichen US-Bundesstaaten genähert. Große Mineralölkonzerne wie Shell und Exxon Mobil haben vorsorglich mehrere tausend Mitarbeiter von den Bohrinseln evakuiert und die Förderung teilweise eingestellt. "Am Markt wird mit Sorge erwartet, was der Sturm in den USA anrichtet", sagte ein Händler. Nachdem die Lagervorräte in den USA zuletzt gesunken seien, werde jeder mögliche Lieferausfall mit Nervosität beobachtet. Aus dem Golf von Mexiko stammt etwa ein Viertel der amerikanischen Öl- und Gasproduktion.

Anschlag IM Irak

Im Norden des Irak ist unterdessen eine wichtige Pipeline für Ölexporte in die Türkei bei einem Sabotageakt beschädigt worden. Das bestätigte ein Vertreter der staatlichen Ölgesellschaft North Oil in Kirkuk. Der Abtransport des Erdöls von den Kirkuker Ölfeldern in die Türkei kam damit zum Erliegen. Anschläge im Irak hatten in den vergangenen Monaten die Sorge vor Lieferengpässen erhöht und den US-Ölpreis auf das Rekordhoch von knapp 50 $ je Barrel getrieben.

Unterdessen hat sich Venezuela einen Tag vor der Konferenz der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) gegen eine Erhöhung der Opec-Förderquote ausgesprochen. Die Märkte seien gut versorgt, sagte Ölminister Rafael Ramirez in Wien. Saudi-Arabiens Ölminister Ali al-Nuaimi sprach sich für ein Preisniveau von weniger als 40 $ je Barrel aus und stellte eine unverändert hohe Förderung seines Landes in Aussicht. Saudi-Arabien werde seine Förderung auf dem aktuellen Niveau von 9,5 Mill. Barrel je Tag so lange aufrecht erhalten, bis die Nachfrage sinke. Saudi-Arabien ist der weltgrößte Exporteur von Rohöl.

Opec MIT Höherem Preisband

Im Mittelpunkt der am Mittwoch beginnenden Ministerkonferenz steht die erwartete Anhebung der bisher gültigen Opec-Preisspanne von 22 bis 28 $ je Barrel. Die Opec will den Ölpreis in Zukunft zwischen 26 und 34 $ halten. Wie das Opec-Sekretariat am Dienstag in Wien mitteilte, kostete ein Barrel am Vortag 38,30 $. Das waren 52 Cent weniger als am Freitag.

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