Ölpreis übersteigt 32 Dollar
Ölpreis steigt auf Zehn-Jahres-Hoch

Der US-Öl-Lagerbestand befindet sich derzeit auf dem niedrigsten Stand seit 24 Jahren.

- Analysten erwarten Daten über US-Vorräte mit Spannung = London, 15. August (AFP) - Der seit Tagen steigende Ölpreis hat am Dienstag in London die Marke von 32 Dollar überschritten und damit den höchsten Stand seit fast zehn Jahren erreicht. An der Ölbörse der britischen Hauptstadt (IPE) boten Händler bis zu 32,25 Dollar (70 Mark) für ein Barrel der Nordsee-Referenzsorte Brent zur Lieferung im September. Dies entsprach einer Steigerung um 77 Cent im Vergleich zur letzten Notierung vom Montag. Bei 32 Dollar hatte der Ölpreis zuletzt im November 1990 nach der irakischen Invasion in Kuwait gelegen. Ein Barrel entspricht gut 159 Liter.

Analysten begründeten die gestiegenen Preise mit der erwarteten Veröffentlichung der Daten für die US-Ölvorräte. Das American Petroleum Institute (API) dürfte demnach weiter gesunkene Vorräte in den Vereinigten Staaten melden. Bereits in der vergangenen Woche hatte das API deutlich gesunkene Vorräte bekannt gegeben; daraufhin hatte der Ölpreis in London die Marke von 30 Dollar übersprungen. Nach Angaben des Londoner Analystenhauses GNI gingen die US-Reserven bereits innerhalb eines Jahres um 12,5 Prozent zurück und erreichten damit den tiefsten Stand seit 1976. Reuters LONDON. Der Preis für einen Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseemarke Brent, lieferbar im September, ist am Dienstag an der Londoner Börse mit 31,96 $ auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen. Anschließend kletterte der Preis für den Terminkontrakt weiter und notierte gegen 11.45 Uhr MESZ mit 75 Cents über Vortagesschlussniveau bei 32,23 $. Zuletzt hatte der Kontrakt am 7. März mit 31,95 $ den höchsten Stand seit 1990 erreicht. Auf Grund von Verknappungsängsten durch die enge Lagerhaltung in den USA - dem weltgrößten Energiemarkt - war der Benchmark-Future seit dem 1. August um 19 % gestiegen.



Die Preisspirale hatte sich in den vergangenen Tagen wieder zu drehen begonnen, nachdem der vor kurzem wiedergewählte venezuelanische Präsident Hugo Chavez mehrfach erklärt hatte, die hohen Preise seien gerechtfertigt, um die Volkswirtschaften der Entwicklungsländer voranzubringen. Venezuela ist Mitglied in der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC). Chavez bereist zur Zeit die anderen zehn Mitgliedsländer, um sie zum kommenden OPEC-Gipfel Ende September in der venezuelanischen Hauptstadt Caracas einzuladen.

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