Ölpreis war sprunghaft angestiegen
Nah-Ost-Krise und schwache NASDAQ belasten Nemax

Der Frankfurter Neue Markt hat am Donnerstag mit Verlusten geschlossen. NASDAQ und die Krise im Nahen Osten belasteten.

dpa-afx FRANKFURT. Nachdem die US-Börsen wegen des sprunghaft gestiegenen Ölpreises ihre frühen Gewinne wieder abgeben mussten, drehten auch die deutschen Wachstumswerte ins Minus. Die sich zuspitzende Krise im Nahen Osten hatte dann dem Neuen Markt gänzlich die Luft abgewürgt. Der NEMAX 50 sank (Performance-Index) bis auf ein Tief von 4 168,87 Punkte. Danach erholte sich der Blue Chip-Index wieder etwas und schloss um 2,85 % leichter bei 4 232,62 Punkten. Der marktbreitere NEMAX-All-Share (Performance-Index) hatte seinen Tiefststand bei 4 015,52 Zählern. Er beendeten mit minus 3,46% bei 4 055,25 Zählern den Handel.

Am Nachmittag war bekannt geworden, dass der Friedensprozess im Nahen Osten gescheiertet ist. Danach hatten israelische Kampfhubschrauber Raketen auf Ziele in den palästinensischen Autonomiegebieten abgefeuert. "Wenn dies nicht gewesen wäre, hätten wir den Handel mal wieder im Plus beenden können", sagte ein Frankfurter Börsianer. Der Druck sei vor allem von Seiten der Futures gekommen.

Jürgen Hufnagel, Händler bei M.M. Warburg, sagte, dass das "Schreckgespenst Krieg" nur von kurzer Dauer sei. Bei bewaffneten Konflikten würden die Kurse kurzfristig nach unten stürzen: "Das haben wir schon beim Golfkrieg gesehen".

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