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Ölpreis zur Zeit fundamental nicht gerechtfertigt - Allianz Group

(dpa-AFX) Frankfurt - Der zur Zeit hohe Ölpreis ist nach Einschätzung der Allianz Group fundamental nicht gerechtfertigt. Die jüngsten Rekordstände beim Ölpreis seien durch die Nachfrage nicht mehr erklärbar, sondern vor allem psychologisch bedingt, sagte Rohstoffexperte Wolfgang Wilke am Montag der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Nach Einschätzung von Wilke herrscht derzeit sogar ein Überangebot am Rohölmarkt. "Die Opec fördert genug. Zur Zeit spielen Hedge-Fonds eine entscheidende Rolle." Offensichtlich setzten diese auf Rohöl zur breiteren Streuung ihrer Anlagen, da Aktien derzeit keine attraktive Wertentwicklung böten.

(dpa-AFX) Frankfurt - Der zur Zeit hohe Ölpreis ist nach Einschätzung der Allianz Group fundamental nicht gerechtfertigt. Die jüngsten Rekordstände beim Ölpreis seien durch die Nachfrage nicht mehr erklärbar, sondern vor allem psychologisch bedingt, sagte Rohstoffexperte Wolfgang Wilke am Montag der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Nach Einschätzung von Wilke herrscht derzeit sogar ein Überangebot am Rohölmarkt. "Die Opec fördert genug. Zur Zeit spielen Hedge-Fonds eine entscheidende Rolle." Offensichtlich setzten diese auf Rohöl zur breiteren Streuung ihrer Anlagen, da Aktien derzeit keine attraktive Wertentwicklung böten.

Terrorängste und die Yukos-Affäre < Yusa.MUN > in Russland seien vielmehr nur ein Vorwand, sagten Wilke. So sei Russland sofort in der Lage mögliche Produktionsausfälle auszugleichen. "Man kann alles mit allem begründen", sagte Wilke mit Hinweis auf seine langjährige Erfahrung. "Das derzeitige Preisniveau ist unheimlich", sagte Wilke. Für einen Ölpreis auf dem derzeitigen Niveau spreche alleine die Charttechnik aber keineswegs die Fundamentaldaten.

'Deutlicher Rückgang Möglich'

Er erwarte für das laufende Jahr im Durchschnitt einen Rohölpreis von 33 bis 35 US-Dollar. Bei diesem volatilen Marktumfeld ist durchaus ein Rückgang um 10 Dollar je Barrel denkbar, sagte Wilke. Am Freitag war der Preis für ein Barrel Brent erstmals sei dem Golfkrieg über 40 Dollar gestiegen.

Auf lange Sicht befindet sich der Rohölpreis gesehen in einem Aufwärtstrend. Hierfür spreche die langfristig steigende Nachfrage aus boomenden Länder wie China und Indien. Aber auch die von Wilke erwartete anhaltende Schwäche des Dollar spreche für weiter hohe Rohölpreise. Die strukturellen Defizite im Staatshaushalt und der Leistungsbilanz der USA sprechen für einen weiter fallenden Dollar. "Der Dollar bleibt die Hauptdeterminante für den Rohölpreis."

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