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Ölpreise fallen deutlich - Putin-Zusage zu russischen Ölexporten

Nach Rekordhöhen in der vergangenen Woche kamen die Ölpreise am Dienstag an den internationalen Rohstoffbörsen deutlich ins Rutschen. Vor allem die Unterstützung von Präsident Wladimir Putin für höhere Ölexporte aus Russland und die Normalisierung der Ölförderung im Irak trugen zum Preisrückgang bei. Die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris verwies zudem auf die "ansehnlichen" Grunddaten des Ölmarktes: "Das Angebot übersteigt die Nachfrage und die Läger werden wieder aufgestockt."

dpa-afx NEW YORK/LONDON/PARIS. Nach Rekordhöhen in der vergangenen Woche kamen die Ölpreise am Dienstag an den internationalen Rohstoffbörsen deutlich ins Rutschen. Vor allem die Unterstützung von Präsident Wladimir Putin für höhere Ölexporte aus Russland und die Normalisierung der Ölförderung im Irak trugen zum Preisrückgang bei. Die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris verwies zudem auf die "ansehnlichen" Grunddaten des Ölmarktes: "Das Angebot übersteigt die Nachfrage und die Läger werden wieder aufgestockt."

Rohöl zur Oktoberauslieferung fiel im elektronischen Handel des New Yorker Warenterminmarktes Nymex am Dienstag unter 46 $. In London rutschte der Preis für einen Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober wieder unter die Marke von 43 $. Nach Meldungen aus dem Irak und Russland gab die Notierung um 43 Cent auf 42,60 $ nach.

Putin-Zusage Sorgt FÜR Druck

Auch in New York entfernte sich der Rohölpreis weiter von seinem in der Vorwoche erreichten Rekordstand. Er gab bis zum Nachmittag 45 Cent auf 45,60 $ nach. In der Vorwoche hatte die Notierung noch an der 50-Dollar-Marke gekratzt. Am vergangenen Freitag war der Ölpreis in New York auf ein Rekordniveau von 49,40 $ gestiegen, weil die Ölmärkte weitere Lieferprobleme und Versorgungsengpässe befürchtet hatten.

In der Nacht zum Dienstag hatte der russische Präsident Wladimir Putin seinem amerikanischen Amtskollegen George W. Bush in einem Telefongespräch zugesichert, dass er sich für die Erhöhung der russischen Ölfördermenge und der Erdölexporte einsetzen werde.

Irak Exportiert MIT Voller Auslastung

Die Steuerquerelen um den russischen Ölkonzern Yukos würden damit keine Auswirkungen auf die russischen Fördermengen haben, interpretierte Hbos-Analyst Steve Pearson die Aussagen des russischen Präsidenten. Außerdem habe sich die politische Lage in dem südamerikanischen Opec-Mitgliedstaat Venezuela verbessert und auch im Irak laufe die Ölförderung wieder normal.

Im Irak erreichte der Ölexport durch die Pipelines im Süden am Dienstag wieder die normale Auslastung von 83 000 Barrel pro Stunde, zitierten Medien Vertreter der South Oil Company. In der vergangenen Woche hatten mehrere Anschläge auf Pipelines im Süden des Landes die Exporte behindert.

Opec-Ölpreis Auch Unter Druck

Auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist deutlich gefallen. Nach Angaben des Opec-Sekretariats in Wien vom Dienstag betrug der sieben Sorten umfassende Korbpreis am Montag 42,27 $ je Barrel (159 Liter), das waren 0,89 $ weniger als noch am Freitag.

Die IEA sieht "keinen klaren Grund" für eine Fortdauer der hohen Ölpreise. "Die Grunddaten des Marktes sind ansehnlich", sagte IEA-Direktor Claude Mandil nach einem Gespräch mit dem US-Energieminister Spencer Abraham am Dienstag in Paris. Mandil und Abraham nannten die derzeitige Anspannung auf den Ölmärkten zwar "Besorgnis erregend". Sie schlossen aber einen Rückgriff auf die strategischen Ölreserven zur Beruhigung der Märkte aus. Mandil plädierte für höhere Investitionen in den Ölsektor. Außerdem müssten die Energieausbeute erhöht und ein verantwortlicher Umgang mit Energie gefördert werden.

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