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Ölpreise geben nach Hochständen wieder deutlich nach

Die Ölpreise sind am Mittwoch nach kurzzeitigen Hochständen an den Märkten in London und New York wieder deutlich zurückgefallen.

dpa-afx LONDON/NEW YORK. Die Ölpreise sind am Mittwoch nach kurzzeitigen Hochständen an den Märkten in London und New York wieder deutlich zurückgefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am frühen Abend noch 50,10 Dollar, nachdem zuvor mit 51,95 Dollar ein neuer Rekordstand im Handelsverlauf erreicht wurde. Leichtes US-Öl der Sorte WTI gab auf 53,55 Dollar nach. Zuvor hatte sich der Preis bis auf zwei Cent seinem Rekordniveau von 55,67 Dollar genähert.

Händler begründeten den plötzlichen Preisrückgang mit Gewinnmitnahmen. Zudem verwiesen sie auf die deutlich gestiegenen Rohöl-Vorräte in den USA. Das habe schwerer gewogen als der erneute Rückgang bei den Heizölbeständen.

Die Lagerbestände an Rohöl in den USA stiegen in der Woche bis 22. Oktober um vier Mill. Barrel auf 283,4 Mill. Barrel, wie das US- Energieministerium mitteilte. Die Benzinvorräte erhöhten sich um 1,3 Mill. Barrel auf 201,2 Mill. Barrel. Dagegen sanken die Vorräte bei Destillaten (Heizöl, Diesel) um 2,4 Mill. Barrel auf 116,6 Mill. Barrel und damit bereits zum sechsten Mal in Folge.

USA Sollen Ölreserve Auflösen

Unterdessen hat die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) die USA zum Einsatz ihrer strategischen Ölreserve aufgerufen, um die Ölmärkte zu beruhigen. "Ich habe die USA zur Freigabe der strategischen Ölreserve aufgefordert", sagte Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro. Das Kartell führe von Zeit zu Zeit Gespräche mit den USA über die Angebotssituation.

Der von der Opec ermittelte Rohölkorbpreis ist erneut leicht gefallen. Nach Angaben des Opec-Sekretariats in Wien lag der Durchschnittspreis für sieben wichtige Sorten am Dienstag bei 45,49 Dollar pro Barrel. Das waren 58 Cent weniger als am Montag. Der Korbpreis umfasst sieben Ölsorten aus Opec-Ländern und Mexiko.

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