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Ölpreise in New York und London auf Rekordniveau

Die amerikanischen Rohölpreise haben am Montag einen neuen Rekordstand erreicht. Sie notierten im elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex zeitweise bei 49,74 Dollar je Barrel (159 Liter) und näherten sich damit der von vielen Ölhändlern schon bald erwarteten Marke von über 50 Dollar. Später gab der Preis auf 49,45 Dollar nach und lag damit um 57 Cent oder 1,17 Prozent höher als am Vorwochenschluss. Der bisherige Höchstpreis war am 20. August an der Nymex im Tagesverlauf mit 49,40 Dollar verbucht worden.

dpa-afx NEW YORK. Die amerikanischen Rohölpreise haben am Montag einen neuen Rekordstand erreicht. Sie notierten im elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex zeitweise bei 49,74 Dollar je Barrel (159 Liter) und näherten sich damit der von vielen Ölhändlern schon bald erwarteten Marke von über 50 Dollar. Später gab der Preis auf 49,45 Dollar nach und lag damit um 57 Cent oder 1,17 Prozent höher als am Vorwochenschluss. Der bisherige Höchstpreis war am 20. August an der Nymex im Tagesverlauf mit 49,40 Dollar verbucht worden.

Auch in London gab es neue Höchststände. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kletterte erstmals über 46 Dollar und kostete in der Spitze 46,05 Dollar.

Die US-Ölpreise sind seit Anfang vergangener Woche um mehr als acht Prozent in die Höhe geschossen. Sie haben acht Tage in Reihenfolge zugelegt. Neue Unruhen in Nigeria sowie die Produktions- und Liefereinbußen im Golf von Mexiko waren die Hauptursachen für den jüngsten Anstieg. Preistreibend ausgewirkt haben sich auch rückläufige US-Ölreserven, die Angst vor neuen Anschlägen auf Ölanlagen im Irak und Schießereien in Saudi Arabien. Hinzu kam der ungelöste Steuerkonflikt bei dem größten russischen Ölexporteur Yukos, der die russischen Ölausfuhren behindern könnte.

Hurrikan "Ivan" hatte mehrere Bohrinseln im Golf von Mexiko beschädigt und zeitweise einen riesigen Ölimporthafen sowie zahlreiche Raffinerien an der Golfküste lahm gelegt. Seine Nachwehen waren eine der Hauptursachen für den starken Preisanstieg. Dagegen wirkte sich der am Sonntag zu einem tropischen Sturm herabgestufte jüngste Hurrikan "Jeanne" nicht aus, weil er die Öl- und Erdgasgebiete im westlichen Golf von Mexiko nicht beeinträchtigt hatte.

Die US-Ölreserven - die Regierung leiht derzeit Öl an Raffinerien aus - sind in der vergangenen Berichtswoche um 9,1 Mill. auf 269,5 Mill. Barrel gefallen. Das war der niedrigste Stand seit annähernd 29 Jahren. Die Hedgefonds, die sich in den vergangenen Wochen in den Ölmärkten stark zurückgehalten hatten, sind jetzt nach jüngsten US-Zahlen wieder mit verstärkten Käufen dabei. Hinzu kommt ein baldiger verstärkter Rohölbedarf der Raffinerien in Vorbereitung auf die Heizölsaison für den kommenden Winter.

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