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Ölpreise setzen Rekordjagd fort - Aussperrung bedroht norwegische Ölproduktion

Der Höhenflug der Ölpreise hat sich am Montag im Sog der anhaltenden Sorge vor möglichen Versorgungsengpässen fortgesetzt. In London erreichte der Future über ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit 51,70 Dollar einen neuen Rekord.

dpa-afx LONDON/SINGAPUR. Der Höhenflug der Ölpreise hat sich am Montag im Sog der anhaltenden Sorge vor möglichen Versorgungsengpässen fortgesetzt. In London erreichte der Future über ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit 51,70 Dollar einen neuen Rekord. Allein seit vergangenem Dienstag ist der Ölpreis um knapp drei Dollar gestiegen. Händler führten als Grund die Lage in Norwegen an. Dort ist die Ölproduktion durch einen Arbeitskampf auf allen Bohrplattformen in der Nordsee bedroht.

Auch der US-Ölpreis erreichte mit 55,67 Dollar einen neuen Höchststand im asiatischen Handel. In der Spitze kletterte der Preis für ein Barrel der Sorte WTI mit Auslieferung Dezember im Vergleich zum Freitagsstand um 50 Cent. Bis gegen 11.20 Uhr entfernte sich der Future mit 50,41 Dollar wieder leicht von dem Rekordstand.

Der Reedereiverband in Oslo kündigte am Montag die Aussperrung von 2 500 Beschäftigten in der Offshore-Industrie als Antwort auf einen seit vier Wochen dauernden Streik einiger hundert Mitglieder der Gewerkschaft OFS an. Die Aussperrung nach Ablauf der Friedenspflicht am 9. November würde die gesamte Förderung beim weltweit drittgrößten Ölexporteur der Welt lahmlegen. Die streikenden OFS-Mitglieder wollen mit ihrer Aktion eine Bestandsgarantie gegen die Verlagerung ihrer Arbeitsverträge zu ausländischen Unternehmen durchsetzen.

Das Opec-Mitglied Saudi Arabien hat unterdessen sein Interesse an stabilen Ölpreisen zum Wohle von Produzenten und Verbrauchern bekräftigt. Wie die saudische Presse SPA-Agentur am Sonntag berichtete, versicherte der saudische Ölminister Ali el Naimi dies während eines Besuchs des IWF-Direktors Rodrigo Rato in Riad. Die noch freien Förderkapazitäten des Ölkartells sind nach Einschätzung von Marktbeobachtern allerdings gering.

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