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Ölpreise setzen Talfahrt fort - Commerzbank: 'Platzen einer Blase'

Trotz Meldungen über einen weiteren Anschlag auf Ölfördereinrichtungen im Irak haben die Ölpreise am Donnerstag ihre Talfahrt fortgesetzt. An den Rohstoffmärkten können Anleger in diesen Tagen das "Platzen einer größeren spekulativen Blase" beobachten, sagte Commerzbank-Analystin Carola Hunger am Donnerstag. Bis zum Ende des Jahres erwartet sie ein weiteres Absinken des Ölpreises in London bis an die Marke von 35 $.

dpa-afx LONDON/NEW YORK. Trotz Meldungen über einen weiteren Anschlag auf Ölfördereinrichtungen im Irak haben die Ölpreise am Donnerstag ihre Talfahrt fortgesetzt. An den Rohstoffmärkten können Anleger in diesen Tagen das "Platzen einer größeren spekulativen Blase" beobachten, sagte Commerzbank-Analystin Carola Hunger am Donnerstag. Bis zum Ende des Jahres erwartet sie ein weiteres Absinken des Ölpreises in London bis an die Marke von 35 $.

Im Nachmittagshandel notierte der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der Sorte Brent zur Oktoberauslieferung zeitweise unter 40,00 $. Nach Aufschlägen im frühen Handel kam die Notierung am Nachmittag kräftig unter Druck und rutschte 68 Cent. Auch an der Rohstoffbörse in New York kam es zu deutlichen Preisabschlägen. Im elektronischen Handel verbilligte sich der Barrel um 56 Cent auf 42,91 $.

Neuer Anschlag IM Irak

Noch in der vergangenen Woche hatte der Ölpreis fast täglich einen neuen Rekordstand erreicht. Mittlerweile können selbst Meldungen über Anschläge auf irakische Ölfelder die Preise nicht mehr nachhaltig nach oben treiben. In der Nacht zum Donnerstag beschädigte eine Explosion acht Pipelines, die auf einem südirakischen Ölfeld parallel zueinander verlaufen. Sprecher des Ölkonzerns South Oil Company und des irakischen Ölministeriums bestätigten laut Medienberichten übereinstimmend die Sabotage.

Allerdings hatte am Morgen bereits die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) für Spekulationen über eine weitere Anhebung der Fördermengen gesorgt. Das Kartell werde über eine mögliche Erhöhung der Obergrenze zum 10. September diskutieren, sagte Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro dem US-Fernsehsender Cnbc. Zuletzt hatte die Opec die offizielle Förderquote im Juni um 2,5 Mill. Barrel pro Tag angehoben.

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