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Ölpreise sinken trotz Ausnahmezustands im Irak und Suez-Kanal-Blockade

Die Ölpreise sind am Montag trotz neuer Gewaltakte im Irak und der Aussicht auf einen stockenden Rohölnachschub durch eine Blockade des Suez-Kanal gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) leichtes amerikanisches Rohöl WTI sank im elektronischen Handel auf 49,00 Dollar.

dpa-afx LONDON/NEW YORK. Die Ölpreise sind am Montag trotz neuer Gewaltakte im Irak und der Aussicht auf einen stockenden Rohölnachschub durch eine Blockade des Suez-Kanal gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) leichtes amerikanisches Rohöl WTI sank im elektronischen Handel auf 49,00 Dollar. Das waren 61 Cent weniger als bei Handelsschluss am Freitag. Auch in London gab die Notierung nach. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Mittag 45,96 Dollar und damit 60 Cent weniger als am Freitag.

Am Sonntag hatte die irakische Übergangsregierung nach einem blutigen Wochenende mit über 60 Toten für zwei Monate den Ausnahmezustand ausgerufen. "Der Markt hat heute diesen negativen Faktor ausgeblendet", sagte Experte Eswaran Ramasamy vom Energie-Informationsdienst Platts.

Auch die Nachricht von einer Blockade des Suez-Kanals durch einen beschädigten liberianischen Öltanker löste am Markt keinen neuerlichen Preisschub aus. Wie am Montag aus Sicherheitskreisen in Kairo bekannt wurde, hatte das Schiff am Sonntag wegen technischer Probleme an Bord nicht mehr weiterfahren können und sitzt nun rund 40 Kilometer südlich von Port Said fest. Auch am Kanal selbst sei Schaden entstanden. Der havarierte Öltanker hat die Durchfahrt in beide Richtungen unmöglich gemacht. Mehr als 40 Schiffe stauen sich bereits an beiden Einfahrten des Kanals.

Bereits am Freitag ist der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) unter die 40-Dollar-Marke gesunken. Wie das Opec-Sekretariat in Wien am Montag mitteilte, lag der so genannte Korbpreis für sieben wichtige Rohölsorten am Freitag bei 38,56 Dollar für ein Barrel (159 Liter). Das waren 1,97 Dollar weniger als am Tag davor. Seit dem 21. Oktober ist der Preis für Opec-Rohöl damit um mehr als 8 Dollar gefallen. Im Wochendurchschnitt fiel der Preis in der ersten Novemberwoche um 3,31 Dollar auf 42,20 Dollar für das Barrel.

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