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Ölpreise steigen aus Furcht vor Engpässen weiter

Öl der amerikanischen Sorte Nymex kletterte bis zum Dienstagnachmittag um zwölf Cents auf 32,75 Dollar je Barrel (159 Liter). Brent lag kaum verändert bei 31,36 Dollar.

Reuters LONDON. Die Ölpreise haben am Dienstag erneut angezogen, nachdem Äußerungen mehrerer OPEC-Mitglieder die Furcht vor Engpässen in den Wintermonaten erhöht hatten. OPEC-Präsident Ali Rodriguez hatte zuvor das Rohölangebot der OPEC-Staaten als ausreichend bezeichnet. "Es gibt kein Problem mit dem Rohölangebot. Die Preise hängen nicht alleine von den OPEC-Staaten ab", sagte Rodriguez zu Journalisten. Vielmehr seien hohe Steuern in den ölimportierenden Staaten und Raffinerie-Engpässe für die hohen Preise verantwortlich.

Unterstützung erhielt der Präsident der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) unterdessen von Iran, dem zweitgrößten Erdölproduzenten der Organisation. "Die Preise sind gut", sagte der iranische OPEC-Vertreter Hossein Kazempour Ardebili am Dienstag in einem Gespräch mit Reuters. Im zweiten und dritten Quartal habe es einen Aufbau von Öllagerbeständen von 2,2 Millionen Barrel beziehungsweise 1,6 Millionen Barrel am Tag gegeben. "Wir denken daher nicht, dass es im vierten Quartal eine Knappheit geben wird", fügte er hinzu.

Vor allem die Vereinigten Staaten hatten die Erdölförderländer in der Vergangenheit wiederholt dazu aufgefordert, das Angebot zu erhöhen und damit den Druck von den Preisen zunehmen. "Die USA hoffen, dass die OPEC bei ihrem Treffen im September die Fördermenge erhöhen wird. Der Markt sendet ein Signal, dass er mehr Öl braucht", bekräftigte US-Energieminister Bill Richardson bei einem Besuch in Kasachstan.

Analysten verwiesen auf die für diese Jahreszeit ungewöhnlich niedrigen Heizölvorräte. "Die Lagerbestände für Heizöl sind weit entfernt von dem Niveau, das sie in dieser Zeit des Jahres haben sollten. Die Händler glauben nicht, dass wir das rechtzeitig bis zum Winter aufholen werden", sagte Tom Bentz von Paribas Futures in New York. In den USA liegen die Heizölvorräte zurzeit im Durchschnitt mit 20 Millionen Barrel 39 Prozent unter Vorjahresniveau.

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